Bundeswehr schickt Einsatzkräfte nach Belgien

Die Bundeswehr beteiligt sich aus der Luft an der Bekämpfung des Waldbrandes in Belgien. Dazu würden zwei Hubschrauber vom Typ NH-90 bereitgestellt, die Löschwasserbehälter tragen, teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit. „Der Einsatz beginnt noch heute und ist zunächst für sieben Tage vorgesehen“, erklärte das Ministerium.

Ein NH90 Helikopter der Bundeswehr mit Wasser in einem Löschwasser-Außenlastbehälter (Archivbild).Vergrößern des BildesEin NH90 Helikopter der Bundeswehr mit Wasser in einem Löschwasser-Außenlastbehälter. (Archivbild) (Quelle: Federico Gambarini/dpa)

Brand bei Monschau: Wetter macht Hoffnung

Hoffnungsvoll blicken die Behörden in Monschau gen Himmel. Wie WDR und „Bild“ berichten, hat es am Montagmorgen angefangen zu regnen. Am Dienstag soll der Niederschlag dann noch kräftiger werden. „Das ist gut für uns“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Weitere Evakuierungen sind derzeit nicht geplant. Das Feuer war bis 300 Meter an die deutsche Grenze herangerückt.

Waldbrand im Hohen Venn: Feuer rückt näher

Das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn rückt auf die erste Wohnbebauung auf deutschem Gebiet vor. Die Flammen stünden etwa 300 Meter vor den vor einigen Stunden evakuierten Gebäuden, sagte Monschaus Feuerwehrsprecher Tobias Schell. Die Häuser in den Ortslagen Ruitzhof und Geisberg mit rund 30 Bewohnern waren gegen 22 Uhr evakuiert worden.

Die Brandbekämpfer hoffen dennoch, sie retten zu können: „Zwischen dem Feuer und den Häusern liegen Wiesen, die wir in den vergangenen Stunden komplett mit Wasser getränkt haben.“ Gegen 16 Uhr sei am Sonntag die Anforderung aus Belgien gekommen, bei der Brandbekämpfung zu helfen. Der Einsatz sei bereits vorbereitet gewesen. „Wir beobachten das Feuer schon seit Freitag.“

Wegen eines großen Waldbrandes im Hohen Venn werden Teile von Monschau evakuiert.Vergrößern des BildesWegen eines großen Waldbrandes im Hohen Venn werden Teile von Monschau evakuiert. (Quelle: Max Lametz/dpa)

30 Anwohner in Monschau evakuiert

Von der angeordneten Evakuierung mehrerer Straßenzüge in der Eifelstadt Monschau infolge der nahen Waldbrände sind nach Angaben der Stadtverwaltung etwa 30 Menschen in 17 Häusern betroffen. Wegen des Großbrands im Naturschutzgebiet Hoher Venn sei dieser Schritt vorsorglich zum Schutz der Bevölkerung ergriffen worden. „Wenn der Wind dreht, haben wir auf jeden Fall eine starke Rauchbelastung“, sagte der Stellvertreter der Bürgermeisterin, Franz-Karl Boden.

Bei Westwind könnte es auch die Tendenz geben, dass sich das Feuer Richtung Osten ausbreitet. „Die Feuerwehr ist entsprechend aufgestellt“, erklärte Boden. Wenn die Flammen näherkommen sollten, könne die Feuerwehr reagieren. Die sofortige Evakuierung von zwei Straßenzügen am späten Sonntagabend sei laut Boden „besser jetzt als mitten in der Nacht“. In einer Schule in Simmerath wurde eine Notunterkunft für Betroffene eingerichtet.

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