
Was für ein Sonntag! Am 16. August wurde der Rotkreuzplatz wieder zur großen Open-Air-Bühne für alle, die gute Musik, Sommerluft und entspannte Festivalstimmung lieben. Beim traditionsreichen Bluesfest 2026 trafen vier starke Live-Acts auf ein bestens gelauntes Publikum – und machten aus dem Rotkreuzplatz einen echten musikalischen Hotspot.
Seit 1989 gehört das Bluesfest fest zum Münchner Sommer. Auch in diesem Jahr hieß es: Eintritt frei, Verstärker an und Bühne frei für handgemachte Musik! Von tiefschwarzem Delta Blues über Americana und Southern Rock bis hin zu Soul und Rhythm & Blues war für jeden Geschmack etwas dabei.
Den Auftakt machte Black Patti. Peter Crow C. und Ferdinand „Jelly Roll“ Kraemer bewiesen eindrucksvoll, warum das Duo seit Jahren zu den spannendsten Blues-&-Roots-Acts gehört. Mit Gitarren, Mandoline, Mundharmonika und zweistimmigem Gesang entführten die beiden musikalisch in die staubigen Juke Joints und Hinterhöfe des amerikanischen Südens. Filigran, rau, gefühlvoll – und ganz ohne überflüssigen Schnickschnack.
Danach übernahm Sheep Lost das Kommando. Von den Allman Brothers bis ZZ Top, von J.J. Cale bis Robert Johnson: Die erfahrene Truppe ließ es ordentlich grooven und würzte ihren Acoustic Blues mit einer kräftigen Portion Südstaatenrock und Bluegrass. Dreistimmiger Gesang, treibende Rhythmen und jede Menge Spielfreude sorgten dafür, dass spätestens jetzt kaum noch ein Fuß stillstand.
Mit T.G. Copperfield wurde es anschließend elektrischer. Der Bluesrock- und Americana-Mann brachte gemeinsam mit seiner Electric Band ordentlich Druck auf die Bühne. Zwischen staubigem Desert Rock, eingängigen Songs und ausgedehnten Bluesjams zeigte Copperfield, warum er zu den produktivsten und eigenständigsten Künstlern der deutschen Bluesrock-Szene zählt. Sein Motto an diesem Nachmittag hätte durchaus lauten können: Verstärker aufdrehen und einfach losrocken!
Für das große Finale sorgten schließlich San2 & His Soul Patrol – und die ließen sich nicht zweimal bitten. San2 verwandelte den Rotkreuzplatz mit seiner charismatischen Stimme, virtuoser Bluesharp und einer hochkarätigen Band in eine brodelnde Soul- und Rhythm-&-Blues-Bühne. Hier wurde nicht einfach nur Musik gespielt – hier wurde sie gelebt. Jeder Ton, jede Bewegung und jede Geste hatte Energie. Die Soul Patrol lieferte den passenden Groove dazu und machte den Abschluss des Festivals zu einem echten Highlight.
So unterschiedlich die vier Bands auch waren, eines verband sie alle: Leidenschaft für handgemachte Musik und die Lust, live alles zu geben. Genau das machte den besonderen Reiz des Bluesfests 2026 aus.
Dazu ein kühles Getränk von der lokalen Augustiner Brauerei, sommerliche Temperaturen und ein voller Rotkreuzplatz – mehr brauchte es eigentlich nicht für einen perfekten Festival-Sonntag.
Ein großer Dank geht an Bang Bang! Concerts für die Organisation sowie an den Bezirksausschuss 9 Neuhausen-Nymphenburg und das Kulturreferat München für die Unterstützung.
Vier Bands, ein Platz, freier Eintritt und jede Menge Soul: Das Bluesfest 2026 hat einmal mehr bewiesen, dass der Rotkreuzplatz nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt ist – sondern im Sommer auch verdammt gut grooven kann.