Newsblog zur US-Politik
Justizminister will seine Unabhängigkeit nicht garantieren
Aktualisiert am 17.08.2026 – 14:36 UhrLesedauer: 17 Min.
Todd Blanche (r.) und Donald Trump (Archivbild): Der Justizminister kann seine Unabhängigkeit nicht garantieren. (Quelle: Manuel Ceneta/AP/dpa/dpa-bilder)
Trumps neuer Justizminister sorgt mit einer Aussage für Aufsehen. Kolumbien bittet die USA um eine Aussetzung der Zölle. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Justizminister Blanche kann seine Unabhängigkeit von Trump nicht garantieren
Der US-amerikanische Justizminister Todd Blanche will nicht versprechen, dass er künftig unabhängig von Präsident Donald Trump agieren wird. Auf die Frage, ob das Justizministerium unabhängig handeln werde, antworte er in der NBC-Sendung „Meet the Press“: „Nein, das werde ich nicht versprechen.“
Blache betonte, Trump werde ihn niemals auffordern, etwas Illegales oder ethisch Unvertretbares zu tun. Der Präsident habe dies in der Vergangenheit nicht getan und werde es auch künftig nicht tun. Blanche wurde in der vergangenen Woche als neuer Justizminister vom Senat bestätigt. In der Vergangenheit war er bereits Trumps persönlicher Strafverteidiger.
In den USA hat der Justizminister eine besondere Rolle und ist zugleich als oberster Staatsanwalt für die Strafverfolgung zuständig. Die frühere Justizministerin von Michigan, Barbara McQuade, bezeichnete Blanches Vorgehen nach der Watergate-Affäre als „alarmierende Abkehr“ vom Selbstverständnis des Justizministeriums.
Trump will Militärübungen mit Südkorea „wesentlich“ verringern
Donald Trump hat angekündigt, die Militärübungen seines Landes mit dem traditionellen Verbündeten Südkorea „wesentlich“ zu verringern. Die gemeinsamen Manöver seien „nicht nur kostenintensiv, wobei viele dieser Kosten von den USA bezahlt werden (wie üblich!)“, erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Darüber hinaus seien diese Militärübungen auch ein Signal, das „total unangemessen und feindlich“ gegenüber Nordkorea sei. Mehr dazu lesen Sie hier.
Erdbeben: Staatschef richtet Zoll-Bitte an Trump
Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella hat angesichts der enormen Erdbebenschäden in seinem Land bei US-Präsident Donald Trump um eine Aussetzung der Zölle gebeten. Dies teilte der neue kolumbianische Staatschef auf X mit. Von Trump gibt es bislang keine öffentliche Reaktion dazu. Ein Beben der Stärke 7,4 hatte am Montagmorgen die Region um San Jose del Palmar im Westen des südamerikanischen Landes erschüttert. Die Zahl der Todesopfer stieg nach jüngsten Angaben auf mindestens 294, fast 4.000 wurden verletzt, 320 weitere Menschen werden vermisst.
De la Espriella berichtete von einem zehnminütigen Telefonat mit Trump, der ihn im Wahlkampf unterstützt hatte. Bei dem Gespräch habe er Trump gebeten, eine „vorübergehende Aussetzung der hohen Zölle zu erwägen, die kolumbianische Produkte betreffen“. Dadurch solle kolumbianischen Unternehmern Erleichterung verschafft werden, die aufgrund des Erdbebens „sehr schwierige Zeiten“ durchlebten, so De la Espriella.
