Der Werstener Bunker an der Burscheider Straße wurde 1942 errichtet und aus Sichtschutzgründen mit Anbauten zum Wohnen versehen. Heute gibt es dort 46 schalldichte Studios für rund hundert Bands, in den Anbauten leben und arbeiten sechs bildende Künstler. Die ersten, die dort 1985 auftauchten, als das Areal zugemüllt war und noch nicht der Stadt gehörte, waren die Becher-Schülerin Gabriele Conrath und der Megert-Schüler Christoph Scholl. Sie fingen hier als freie Künstler an, entrümpelten, machten Ausstellungen und heirateten. Heute gilt die gebürtige Düsseldorferin Gabriele Conrath-Scholl als beste Kennerin der Bechers, der Becher-Schule und der internationalen Fotoszene.