
AUDIO: Nachrichten 18:00 Uhr – 17.08.2026 (4 Min)
Stand: 17.08.2026 18:47 Uhr
Im November vergangenen Jahres hatten zwei Männer einen Juwelier in Kiel überfallen und ausgeraubt. Der Ladeninhaber wurde dabei verletzt. Nun ist einer der beiden zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden.
Im Prozess um einen spektakulären Juwelierraub in Kiel-Gaarden im November 2025 ist am Montag (17.8.) ein Urteil gefallen. Das Jugendschöffengericht in Kiel hat einen 19-jährigen Mann aus Litauen zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe nach dem Jugendstrafrecht verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte den zum Tatzeitpunkt 18-jährigen Mann wegen besonders schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Sie hatte eine Jugendstrafe von zwei Jahren und acht Monaten gefordert. Ob Rechtsmittel eingelegt werden, ist noch offen.
Prozess musste vertagt werden
Der junge Mann akzeptierte das Urteil des Richters. In der vergangenen Woche hatte er beim Prozessauftakt die Tat gestanden. Da allerdings der Geschädigte nicht anwesend war und somit keine Auskunft über seinen erlittenen Schaden geben konnte, wurde die Verhandlung vertagt.
Täter raubten Schmuck im Wert von 200.000 Euro
Der junge Mann hatte nach Schilderungen der Staatsanwaltschaft im November 2025 gemeinsam mit einem Komplizen ein Juweliergeschäft im Kieler Stadtteil Gaarden überfallen. Die beiden maskierten Männer bedrohten den Geschäftsinhaber mit einer Schusswaffe und besprühten ihn mit Pfefferspray. Dabei wurde der 52-Jährige leicht verletzt.

Nach dem Überfall hat der Ladeninhaber seine Sicherheitsmaßnahmen erhöht.
Die Täter zerschlugen demnach Vitrinen in dem Laden und raubten Schmuck im Gesamtwert von 200.000 Euro. Anschließend flüchteten sie mit der Beute in einem Fahrzeug. Videos des Vorfalls kursierten in sozialen Netzwerken.
Polizei fahndet weiter nach zweitem Tatverdächtigem
Den heute 19-jährigen Angeklagten hatte die Polizei nach wochenlangen Ermittlungen Anfang März in Köln festgenommen. Seitdem saß er in U-Haft. Der zweite Tatverdächtige ist weiterhin flüchtig. Nach dem 32-Jährigen fahndet die Polizei mit einem Foto. Ermittler waren anhand von Spuren am Tatort auf die beiden Männer gekommen. Der gestohlene Schmuck ist laut Staatsanwaltschaft bislang nicht auffindbar.
Juwelier öffnet sein Geschäft nur noch nach Terminvereinbarung
Der bei dem Raubüberfall verletzte Ladenbesitzer hat nach Informationen von NDR Schleswig-Holstein seitdem eine Kamera im Verkaufsraum installiert und öffnet die Ladentür nur noch nach Terminvereinbarung.

Am Montagnachmittag hat es einen bewaffneten Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in der Elisabethstraße gegeben.

Der zweite mutmaßliche Täter wird noch gesucht. Das Duo hatte Schmuck und Gegenstände im Wert von etwa 200.000 Euro erbeutet.