Ole Kaiser fährt wieder Gabelstapler. Denn 56 Tage vor dem Ende der Laga wird seit Montag ein Teil des Geländes für das Schützenfest umgestaltet. Und da muss auch der „Projektleiter temporäre Anlagen“ der Landesgartenschau GmbH ran. Der zeigt sich entspannt, denn im Vorjahr konnten beim Schützenfest in der Laga-Baustelle Erfahrungen gesammelt werden, auf die man nun zurückgreifen kann.
Der Zeitplan sieht so aus: Eine Woche bleibt dem Team des Caterers „Food Explorer“ sowie den Ausstellern Zeit, das Eventzelt „Oase“ zu räumen. Die Händler in der Oase und der Gartenmarkt bekommen im „Gartenland“, also nahe am Haupteingang Ost, ein Ausweichquartier, das ab Mittwoch einsatzbereit sein wird. Der Gartenmarkt wird dort als Freilandschau etabliert. So bleibt es dann bis zum Ende der ersten Septemberwoche. „Von den Inhalten fällt nichts weg“, sagt Kaiser.
Ab Montag, 24. August, übernimmt die Firma Barrawasser als Festwirt der Neusser Schützen die Regie in der Oase, die dann aber nicht mehr so heißen wird. Der Schriftzug wird demontiert und macht Platz für ein Vorzelt, während die Terrasse der Oase unter einem Anbau des Festzeltes verschwindet.
Der Haupteingang West bleibt bis Donnerstag, 27. August, für Besucher der Landesgartenschau offen, ab dem 28. erreichen sie die Gartenschau über Tor 17 zwischen Tribünengebäude und Wetthalle. Diese Regelung gilt bis zum 3. September. „Wir raten, vor allem den Eingang Ost zu benutzen“, sagt Kaiser.
Die Vorbereitungen für diese Änderungen spürten die Besucher schon am Montag, als sie durch ein Spalier von Gittern und rot-weißem Flatterband von der Oase aber auch dem Areal rund um den Schießstand ferngehalten wurden. Diese Absperrungen würden nur der Sicherheit dienen und später wieder entfernt, sagt Kaiser. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes kontrollieren und informieren die Laga-Besucher aber auch, dass hier gerade die Umbauarbeiten für ein Volksfest laufen.
Am Schießstand begannen am Montag Mitarbeiter der Zimmerei Prudic mit dem Aufbau des überdachten Platzes der Schützen unter der Vogelstange. Der wird zwischen den Festen bei dem Unternehmen in Norf eingelagert. Zudem wird Ralf Prudics Mannschaft rund um das Schießkarree und um die Kinderbelustigung, sowie entlang der Wege Zäune setzen und so auch die Ringstechbahn der Reiter von der Festwiese abgrenzen. Die Löcher für die Pfosten wurden schon im vergangenen Jahr gebohrt und mit Stopfen verschlossen. Ein Zaun grenzt zudem die Festwiese von dem Teil der ehemaligen Sandbahn ab, auf dem zum Fest die meisten der benötigten Pferdeanhänger stehen.
Zwischen Festwiese und Laga wird eine Trennlinie aufgebaut und – immer im Wechsel – mit Gittern und Blumenkübeln markiert. Die Idee, in dieser Linie Durchgänge zu öffnen, damit Schützen von der Wiese in den Laga-Park wechseln können, wurde nach Kaisers Angaben revidiert. Der Weg führt immer außen herum, um das Tribünengebäude.
Weil die Toilettencontainer an der Oase während des Festes nur Besuchern der Festwiese zur Verfügung stehen, wird am Sportanger ein Toilettenwagen aufgebaut.
Hinter dem Zelt und seitlich vom Schießstand wird schließlich die Grenze der Festwiese durch Bäumchen in Pflanzkübeln gebildet. Auf der Laga-Seite entsteht ein Biergarten, von dem aus Nicht-Schützen die Schießwettbewerbe verfolgen können – wenn auch nur auf einer großen Leinwand.