Bundeswehrsoldaten bauen einen Checkpoint im Hamburger Hafen im Einsatz auf.

AUDIO: Bundeswehr-Übung „Red Storm Charlie“ Ende September in Hamburg (1 Min)

Stand: 17.08.2026 19:00 Uhr

Hamburg wird Ende September erneut zum Schauplatz einer großen zivil-militärischen Übung. Bei „Red Storm Charlie“ trainiert die Bundeswehr gemeinsam mit Hamburger Behörden, Hilfsorganisationen und Unternehmen für den Ernstfall.

Vom 24. bis 26. September sind in Teilen der Stadt unter anderem Hubschrauberflüge und militärische Fahrzeugkolonnen vorgesehen. Geübt werden auch Szenarien wie Stromausfälle, ein Chemieunfall und die Versorgung vieler Verletzter auf einmal.

500 Soldaten und 60 Organisationen

Rund 500 Soldatinnen und Soldaten sowie etwa 60 verschiedene Organisationen nehmen teil – darunter Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Hamburg Airport und Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA). Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Truppen und Material über Hamburg weiter Richtung Osten transportiert werden könnten und welche zivile Unterstützung dafür nötig wäre. Damit sollen die Abläufe für einen möglichen Spannungs- oder Verteidigungsfall verbessert werden.

Eine solche Übung findet bereits das dritte Jahr in Folge statt, in den Vorjahren hießen die Übungen „Red Stom Alpha“ und „Red Storm Bravo“. Auch im kommenden Jahr soll die Reihe fortgesetzt werden.

Auf der Fassade des Handelskammer-Gebäudes in Hamburg steht in goldenen Versalien der Schriftzug "Handelskammer Hamburg".

Stromausfall oder Cyberangriff – solche Krisenszenarien wollen am 24. September laut Handelskammer rund 150 Hamburger Unternehmen durchspielen.

Feldjäger der Bundeswehr stehen auf der Blohm und Voss Werft vor einer Korvette

Es war die größte Verteidigungsübung seit dem Kalten Krieg in Hamburg. Und im kommenden Jahr soll die nächste folgen. In der Innenstadt gab es wieder eine Gegen-Demonstration.