Lieferverzug bei Mercedes

52 neue Busse fehlen in Frankfurt – Fahrgäste warten länger

18.08.2026 – 06:07 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Linienbus fährt in Frankfurt am Main auf einer Straße (Archivbild): Eigentlich sollten die bestellten 52 neuen Buss schon lange da sein. (Quelle: Susann Prautsch/dpa/Archivbild/dpa)

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In Frankfurt sollten 52 neue Busse für Entlastung sorgen. Doch der Hersteller liefert nicht – mit spürbaren Folgen für die Fahrgäste.

Die städtische In-der-City-Bus GmbH (ICB) hat beim Hersteller Mercedes 52 neue Dieselbusse bestellt. Vereinbartes Lieferdatum war der 31. Juli, geplanter Einsatzbeginn der 10. August – rechtzeitig zum Ende der hessischen Sommerferien. Geliefert worden sind die Fahrzeuge bislang jedoch nicht. „Aus diesem Grund kann der geplante Einsatz der Fahrzeuge im Frankfurter Stadtverkehr nach den hessischen Sommerferien nicht erfolgen“, bestätigte ICB-Geschäftsführer Martin Hulecki der „Frankfurter Neuen Presse“ (FNP).

Betroffen sind demnach vor allem Fahrgäste im Frankfurter Norden: Auf der Linie 63 zwischen Eschersheim und Preungesheim sowie der Linie 66 zwischen Eschersheim und Berkersheim ist es seit Monaten immer wieder zu Verspätungen und Fahrtausfällen gekommen. Die vorgesehene Taktung von rund sieben Minuten wird dort kaum eingehalten; Fahrgäste müssen inzwischen eher mit einer Viertelstunde rechnen, am Wochenende mitunter auch mit deutlich längeren Wartezeiten.

Verkehrsgesellschaft traffiQ bestätigt den Engpass in Frankfurt

Wie groß der Engpass ist, zeigt eine Zahl der ICB selbst: In Spitzenzeiten ist praktisch die komplette Busflotte im Einsatz. Fehlen dann 52 Fahrzeuge, wirkt sich das entsprechend deutlich aus – Reserven, um Ausfälle abzufedern, bleiben kaum.

Auch die Verkehrsgesellschaft traffiQ, die den Busverkehr in Frankfurt im Auftrag der Stadt organisiert, hat die angespannte Lage bestätigt. Man dränge schon länger auf eine Rückkehr zum Normalfahrplan, doch die verzögerte Lieferung der neuen Fahrzeuge habe die Situation seit Beginn des neuen Schuljahres zusätzlich verschärft, räumte traffiQ-Sprecher Dennis Pfeiffer-Goldmann gegenüber der „FNP“ ein. Grund dafür sei der veraltete Fuhrpark der ICB, die einen Großteil der Frankfurter Buslinien betreibt: Reparaturbedürftige Fahrzeuge müssten immer wieder kurzfristig aus dem Verkehr gezogen werden, ein durchgehend verlässlicher Fahrplan lasse sich so kaum organisieren. Man versuche zumindest, Ausfälle gleichmäßig über die Linien zu verteilen, damit nicht einzelne Strecken besonders stark betroffen sind – das gelinge aber nicht immer.

Wann die Busse nach Frankfurt kommen weiß keiner

Als Übergangslösung setzt die ICB verstärkt auf externe Dienstleister. Bereits seit Jahresbeginn übernimmt ein Subunternehmen Fahrten auf der Linie M34, weitere sollen nun hinzukommen. Ganz unkompliziert ist das allerdings nicht: Für den Linienbetrieb gelten laut ICB bestimmte technische und organisatorische Vorgaben, die nicht jedes zusätzliche Fahrzeug kurzfristig erfüllen kann.

Wann die bestellten Busse tatsächlich in Frankfurt ankommen, bleibt weiterhin offen. „Wir stehen im engen Austausch mit dem Hersteller und drängen auf eine schnelle Lösung“, sagte Hulecki. Auch traffiQ konnte keinen Zeitpunkt nennen: „Die Busse werden im Laufe dieses Jahres geliefert. Leider haben wir keine Information über den genauen Zeitpunkt, deshalb ist es auch nicht genau bestimmbar, ab wann es besser wird“, so Pfeiffer-Goldmann. „Wir erwarten die neuen Fahrzeuge sehnlichst.“