Den Handel mit globalen Wachstumsmärkten fördern und gleichzeitig geostrategisch diversifizieren – das ist aktuell ein vorrangiges wirtschaftspolitisches Ziel der Europäischen Union. Mit dem im Januar 2026 unterzeichneten Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Mitgliedern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay ist das nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen jetzt gelungen. Sollte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in den kommenden Jahren nicht doch noch widersprechen, entsteht gemeinsam mit dem südamerikanischen Staatenbund einer der größten weitgehend zollfreien Handelsräume weltweit.
Dass Unsicherheit bleibt, liegt am umstrittenen Beschluss einer sehr knappen Mehrheit des EU-Parlaments, das Abkommen dem EuGH zur Überprüfung vorzulegen. Die EU-Kommission will das Abkommen dennoch vorläufig anwenden, sodass der Vertrag in Kraft tritt, sobald ihn der erste Mercosur-Staat ratifiziert hat. Dies wird für März 2026 erwartet.
Die weitreichende ökonomische Kooperation von EU und den südamerikanischen Mercosur-Ländern ist ein Meilenstein für den globalen Freihandel – und gerade die exportstarke deutsche Wirtschaft könnte davon besonders profitieren. Die wichtigsten Details im Überblick.