Der MSV Duisburg ist mit zwei überzeugenden Siegen in die neue Saison gestartet. Nach Platz vier im vergangenen Aufstiegsjahr wirkt es jetzt schon so, als könnten die Zebras auch in diesem Jahr wieder ganz oben mitspielen. Und anhand der ersten Eindrücke liegt das nicht einmal nur an den Spielern, die auf dem Platz stehen. Die Qualität des Kaders zeigt sich vor allem auch an den Spielern, die derzeit noch keine Rolle gespielt haben.

Angefangen natürlich mit Kapitän Alexander Hahn. Der 33-jährige bisherige Abwehrchef der Zebras stand bei den beiden Siegen gegen Meppen und Verl nicht einmal im Kader. Und obwohl es bereits die ersten Interessenten für ihn gibt, denken die Verantwortlichen derzeit (noch) nicht darüber nach, ihn abzugeben. Immerhin im Kader stand sein Innenverteidiger-Kollege Martin Ens. Der 24-Jährige war in der vergangenen Saison einer der herausragenden Akteure beim SC Verl, was seinen Jugendklub Paderborn auch dazu animierte, ihn von Verl zurückzukaufen und zum MSV zu verleihen. Es gibt nicht wenige Drittligisten, die eine Innenverteidigung aus Hahn und Ens gerne hätten – beim MSV haben sie hingegen noch keine Minute auf dem Feld gestanden.

In der Abwehr fehlte bisher zudem auch gänzlich der Name Frederik Christensen. Der Linksverteidiger, der vom Drittliga-Meister Osnabrück zum MSV kam, hat die beiden ersten Spiele wegen muskulärer Probleme verpasst. Er wird von Can Coskun aber hervorragend vertreten.

Schalke-Leihspieler Remmert noch ohne Einsatz

Im Angriff hat derweil Peter Remmert noch keinen Einsatz zu verzeichnen. Das Angebot in der Offensive ist für Trainer Dietmar Hirsch so vielfältig, dass die 21-jährige Leihgabe vom Bundesligisten Schalke 04 in den ersten beiden Partien nicht für das Spieltagsaufgebot nominiert wurde. Der gebürtige Vechtaer gilt als hochveranlagt, in Duisburg muss er aber noch auf seine Chance warten.

Überraschend wenig Einsatzzeit hat bisher auch Max Besuschkow bekommen. Der 29-jährige Mittelfeldspieler kam im Sommer vom FC Ingolstadt zu den Zebras und gilt als einer der Top-Spieler der Liga auf seiner Position. An Rasim Bulic und Christian Viet gab es jedoch für ihn noch kein Vorbeikommen. Bei den Siegen gegen Meppen und Verl kam er immerhin über jeweils eine Viertelstunde zum Einsatz.

Auch wenn erst zwei von 38 Spielen ausgetragen wurden, zeigt sich schon, dass der Kader des MSV Duisburg über ein enormes Potenzial verfügt. Und egal wie Hirsch sich in den kommenden Spielen entscheidet, es dürfte richtig sein.