
Stand: 18.08.2026 10:30 Uhr
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat ein eigenes Technologiezentrum Drohnensicherheit eröffnet. Entwicklung und Erprobung sind auf die Standorte Braunschweig und Cochstedt (Sachsen-Anhalt) verteilt.
Zur offiziellen Eröffnungsfeier am Dienstag sollten die Mitarbeitenden am Forschungsflughafen in Braunschweig eine Vorführung mit vier kleinen Drohnen in dem dortigen Drohnenkäfig zeigen. Diese sollten laut DLR mehrere Drohnen mithilfe von Künstlicher Intelligenz selbstständig im Verband fliegen. Fällt eine Drohne aus, könne ihre Aufgabe von einer anderen Drohne übernommen werden. Zudem könne ein Drohnenschwarm eine größere Fläche in kürzerer Zeit absuchen – oder überwachen.
Entwicklung in Braunschweig, Tests in Cochstedt
Aufgabe des neuen Zentrums ist, dass die Forschenden aus Braunschweig und Cochstedt Technologien entwickeln und erproben. Am Standort Braunschweig ist das Labor – dort werden laut DLR Drohnen und Drohnentechnologie entwickelt und getestet. In Cochstedt wird anschließend in realer Umgebung – auf einem Flughafen des DLR – getestet.
Wer ist zuständig für den Drohnenschutz?
Beim Drohnenschutz gibt es aktuell unterschiedliche Zuständigkeiten. Die Bundeswehr ist für ihre Liegenschaften verantwortlich, die Bundespolizei an Flughäfen und Bahnhöfen, die Landespolizei unterstützt bei der ersten Abwehr von Gefahren, dazu kümmern sich private Anbieter etwa um Energienetze.

Deutschlandweit wird über den Schutz vor hybriden Angriffen debattiert. Wie weit ist der Norden in Sachen Drohnenschutz?

Sicherheitsmaßnahmen müssten konsequenter werden, sagte die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens (SPD) auf NDR Info.

In Niedersachsen werden bereits militärische Abwehrsysteme gegen Drohnenangriffe getestet. Redakteurin Angelika Henkel informiert.