Stand: 18.08.2026 20:37 Uhr

In dieser Woche gehen in Hamburg die Sommerferien zu Ende. Mit rund 274.420 Schülerinnen und Schülern starten dann so viele Kinder und Jugendliche ins neue Schuljahr wie seit 45 Jahren nicht mehr.

Allein an den staatlichen allgemeinbildenden Schulen würden 254.420 Schülerinnen und Schüler erwartet, sagte Bildungssenatorin Ksenija Bekeris (SPD) am Dienstag. Das seien 1,3 Prozent mehr als im vergangenen Schuljahr. Zuletzt habe die Schülerzahl 1981 so hoch gelegen. Mit sinkenden Schülerzahlen rechnet Bekeris spätestens 2029.

Klassengrößen sollen bald aus Kostengründen steigen

Aus Kostengründen sollen ab dem Schuljahr 2027/28 die Klassen an Gymnasien etwas größer werden, mit bis zu 25 statt 24 Kindern ab der 7. Klasse. Die Oberstufenkurse an Gymnasien und Stadtteilschulen sollen Platz für 24 haben, nicht nur für 22. „Ich verantworte den größten Einzelplan der Stadt“, sagte Bekeris. 40 Prozent aller Behördenausgaben entfielen auf ihr Ressort. Da könne sie sich nicht zurücklehnen und sagen, sie beteilige sich nicht an Einsparungen.

Ein Kind schreibt auf einem Blatt Papier

Am Donnerstag beginnt das neue Schuljahr. Trotzdem wissen viele Familien immer noch nicht, ob ihr Kind eine Betreuung erhalten wird.

Eine weitere Änderung soll es an rund 75 Grundschulen geben: Dort sollen keine Lehrkräfte mehr in der Nachmittagsbetreuung arbeiten, sondern nur noch Erzieher und Erzieherinnen mit Honorarkräften. Und es wird weniger Lehrkräfte für die Vertretung geben.

500 Millionen Euro für Schulbau

Die Zahl der staatlichen und privaten Schulen steigt im kommenden Schuljahr auf 471. Die Investitionen im neuen Schuljahr bezifferte Bekeris auf 500 Millionen Euro.

Am Gymnasium Hummelsbüttel und der dortigen Grundschule Grützmühlenweg oder auch an der Stadtteilschule und dem Gymnasium Oldenfelde sollen die Bauarbeiten bald starten. Andere Schulbauten werden laut der Behörde bald fertiggestellt oder zu Ende saniert. Darunter das Bille-Gymnasium in Bergedorf, das Gymnasium Neugraben und das Gymnasium Rotherbaum, dessen Umzug ins sanierte Gebäude mehrmals verschoben wurde. Etwas verzögert sind dagegen das Gymnasium Eilbektal und die Max-Schmeling-Stadtteilschule in Marienthal/Jenfeld. Und eine Schule erhebt sich aus der Asche: Die Grundschule Mendelstraße, deren Rohbau im Januar 2025 abgebrannt war. Das neue Gebäude soll nächsten Monat übergeben werden.

Mehr Lehrkräfte in Hamburg

Die Zahl der Vollzeitstellen für Lehrkräfte steigt um 112 auf 16.166. Die meisten entfallen dabei mit 5.970 auf die Stadtteilschulen, gefolgt von den Grundschulen mit 5.329 und den Gymnasien mit 4.013. An den Sonderschulen gebe es 854 Vollzeitstellen. Daneben gebe es 2.566 Stellen für das pädagogisch-therapeutische Fachpersonal.

Schulkinder auf dem Schulweg.

Die allermeisten bekommen eine Zusage für eine Wunschschule. Einige Schulen sind besonders beliebt

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