Das Landgericht in Hannover.

AUDIO: Prozessauftakt: Soldat soll Kameradin vergewaltigt haben (1 Min)

Stand: 18.08.2026 21:26 Uhr

Bei einer Weihnachtsfeier auf dem Gelände einer Kaserne in Hannover soll ein Berufssoldat eine Kameradin vergewaltigt haben. Am Mittwoch (19. August) beginnt am Landgericht Hannover der Prozess gegen den 40-Jährigen.

Bei der Feier im Dezember 2024 soll der Hauptfeldwebel der 32-Jährigen zu einem Toilettenhäuschen gefolgt sein, wie ein Sprecher des Landgerichts sagte. Laut Anklage soll er die Stabsgefreite in das Häuschen gedrängt und sie zum Oralverkehr gezwungen haben. Die Soldatin habe sich gewehrt und den Mann schließlich zurückgedrängt. Sie erstattete Strafanzeige gegen den 40-Jährigen.

Urteil könnte Ende August fallen

Laut dem Gerichtssprecher wurde ein internes Disziplinarverfahren eingeleitet. Dessen Abschluss habe man abgewartet, um die Erkenntnisse vor der Anklageerhebung mit denen aus dem Ermittlungsverfahren zusammenzuführen. Ob es disziplinarische Maßnahmen gab, war unklar. Nach dem Prozessauftakt sind fünf weitere Termine geplant, ein Urteil könnte Ende des Monats fallen.

Ein Aufkleber mit "Nur Ja heißt Ja" hängt an einem Laternenmast.

Nach dem Fall Gnarrenburg hat der NDR mit einer Juristin der Leibniz Uni Hannover über sexualisierte Gewalt gesprochen.

Die Statue Justitia ist im Amtsgericht Hannover zu sehen.

Der Unwille des Mädchens sei aus den Beweismitteln nicht ersichtlich gewesen. Die “ Nur Ja heißt Ja“-Regel gilt in Deutschland nicht.

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NDR.de | Prozess: Soldat soll Kameradin vergewaltigt haben | 18.08.2026 | 21:26