TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Was wächst da gerade zusammen bei der Sportgemeinschaft? Das 1:0 gegen Darmstadt 98 zum Heimauftakt hatte für Dynamo Dresden eine quasi historische Note! Erstmals seit über 13 Jahren konnten die Schwarz-Gelben – saisonübergreifend gerechnet – viermal in Folge in der 2. Bundesliga zuhause gewinnen.

Zur Verdeutlichung: Die letzte erfolgreiche Vierer-Reihe war in der Rückrunde 2012/13 – damals noch unter Cheftrainer Peter Pacult! Bezwungen wurden im Harbig-Stadion St. Pauli (3:2), Cottbus (1:0), Paderborn (2:1) und Regensburg (3:1).

Peter Pacult war der letzte Dynamo-Trainer, der zuvor vier Zweitliga-Heimspiele in Folge gewann

Peter Pacult war der letzte Dynamo-Trainer, der zuvor vier Zweitliga-Heimspiele in Folge gewann

Foto: picture alliance/dpa

Jetzt machte Coach Thomas Stamm es dem Österreicher nach: 2:0 gegen Bochum, 1:0 gegen Kaiserslautern, 2:1 gegen Kiel und eben das 1:0 gegen die Lilien. Dynamos Zweitliga-Rekord bei Heimsiegen in Serie liegt bei fünf – das gelang nur ein einziges Mal: Von Frühjahr bis Sommer 2005 unter Christoph Franke (81). Ab sofort kann die SGD mit Stamm diesen Bestwert jagen!

Für Klassenerhalt! „Stadion zur Festung machen“

Kapitän Niklas Hauptmann (30): „Die Heimstärke ist ein Punkt von einigen, die wir uns für diese Saison fest vorgenommen haben. Es war auch wichtig für uns, dass der K-Block gegen Darmstadt voll war. Wir wollen dieses Stadion wieder zur Festung machen!“

Angesichts der Rekord-Jagd wird also auch deutlich, wie wichtig die Entscheidung des Ständigen Schiedsgerichts beim DFB wird. Nach den Hertha-Randalen war Dresden zu einem Teilausschluss von Zuschauern – betroffen also der berüchtigte K-Block – verurteilt worden. Im Moment ist die Strafe ausgesetzt, mutmaßlich bis zum Herbst. Das könnte für die historische Erfolgsmarke genauso knapp werden wie gerade so reichen!

Beeindruckende Kulisse: Die Dynamo-Choreo zum Heimstart gegen Darmstadt

Beeindruckende Kulisse: Die Dynamo-Choreo zum Heimstart gegen Darmstadt

Foto: Robert Michael/dpa

Von der Choreografie war Innenverteidiger Thomas Keller (27) nach seiner Leihe ein weiteres Mal geflasht: „Wenn man einläuft, kriegt man das immer mit und es macht richtig Spaß. Deswegen bin ich auch wieder hergekommen, weil unsere Heimspiele einfach unfassbar geil sind mit den Fans.“

Der nun fest verpflichtete Neuzugang aus Heidenheim meinte weiter: „Natürlich wollen wir hier zu Hause den Fans immer etwas bieten. Sie unterstützen uns jedes Spiel so sehr, die geben uns so viel Kraft auf dem Feld. Wir wollen da etwas zurückgeben und dementsprechend hier besonders gut sein.“

Mehr zum Thema

Tatsächlich war der Auftritt gegen Darmstadt bemerkenswert: Die Gäste kamen zu einer einzigen Torchance in 90 Minuten und die wurde durch einen eigenen Fehlpass in der Defensive eingeleitet. Sonst waren die Ballzirkulationen und das Aufbauspiel von Dynamo herausragend. Wie die Dresdner mittlerweile eine Partie spielerisch aufziehen können, ist nicht mal mehr vergleichbar mit den vorangegangenen Zweitliga-Zugehörigkeiten der SGD.

Natürlich hätte es an der ein oder anderen Stelle noch etwas mehr Zug zum Tor sein können, aber Darmstadt ist eine gestandene Truppe im Bundesliga-Unterhaus, die mit beeindruckender Dominanz und 63 Prozent Ballbesitz laufen gelassen wurde. Packt Dynamo das auch im nächsten Heimspiel gegen den VfL Bochum (5.9./20:30 Uhr), winkt die Einstellung des Uralt-Rekords von vor 21 Jahren…