
Stand: 19.08.2026 16:31 Uhr
Nach mehreren Bränden in Hann. Münden (Landkreis Göttingen) und Umgebung befindet sich ein 17-Jähriger in Untersuchungshaft. Ein 15-Jähriger wird als Mittäter verdächtigt.
Der 17-Jährige soll für mehrere Brände verantwortlich sein: Laut Staatsanwaltschaft zählt dazu etwa ein Mitte Juli im Hochbad in Hann. Münden angezündeter Strandkorb. Gemeinsam mit dem 15-Jährigen soll der Jugendliche demnach Anfang August auch das Feuer auf dem Gelände eines ehemaligen Fabrikkomplexes gelegt haben. Bei dem Brand entstand den Beamten zufolge ein Schaden von rund einer Million Euro. Für den jüngsten Brand einer Waldhütte bei Hedemünden soll das Duo laut Staatsanwaltschaft ebenfalls verantwortlich sein.
Wegen Wiederholungsgefahr in Haft
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist der 17-Jährige mittlerweile wegen Wiederholungsgefahr inhaftiert. Seine mutmaßliche Beteiligung war demnach schon vor dem letzten Feuer in Hedemünden bekannt. Weil die Anforderungen für die Inhaftierung von Jugendlichen hoch seien, habe man ihn aber nicht festhalten können, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der 17-Jährige stammt demnach aus Hann. Münden, sein 15-Jähriger mutmaßlicher Mittäter aus dem nahen Werra-Meißner-Kreis. Der 15-Jährige sei nach der Vernehmung wieder auf freiem Fuß, so die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen zu weiteren Taten und möglichen Zusammenhängen dauern an.

Die Ermittler bitten um Foto- und Videoaufnahmen, um herauszufinden, was den Brand auf dem Fabrikgelände ausgelöst hat.

Seit Sonntag kämpft die Feuerwehr gegen den Großbrand in Hann. Münden. Die Flammen schlugen bis zu acht Meter hoch.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 19.08.2026 | 15:00 Uhr