Europa hat Klimaanlagen lange als unnötige Stromfresser abgelehnt. Doch nach einem weiteren Hitzesommer explodiert die Nachfrage – und chinesische Hersteller wittern ihre Chance.
Klimaanlagen gehörten in Europa jahrzehntelang eher ins Hotelzimmer am Mittelmeer als ins heimische Wohnzimmer. Regierungen warnten vor zusätzlichem Stromverbrauch, Umweltschützer vor
klimaschädlichen Kältemitteln und viele Privatleute hielten die Geräte schlicht für unnötig. Doch diese Haltung beginnt zu kippen. Nach immer neuen Hitzewellen entdecken die Europäer die
Klimaanlage – und erzeugen dadurch einen gewaltigen Nachholbedarf.
Denn während Klimatisierung in anderen wohlhabenden Regionen längst zum Alltag gehört, besitzt laut Internationaler Energieagentur bislang nur rund jeder fünfte Haushalt in Europa eine Klimaanlage.
In Deutschland sind es 19 Prozent, in Großbritannien sogar nur 12 Prozent. Zum Vergleich: In den USA sind es rund 90 Prozent. Selbst nach den kräftigen Zuwächsen der vergangenen Jahre bleibt
Europas Ausgangsniveau damit außergewöhnlich niedrig.
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wallstreetONLINE Redaktion
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