Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Herausforderung für Selenskij: Ex-Verteidigungsminister fordert Wahlen
Ein Toter bei Drohnenexplosion nahe AKW Saporischschja
Burnham: Großbritannien unterstützt Ukraine weiterhin zu 100 Prozent
Moskau droht Großbritannien wegen britischer Drohnen gegen Russland
Schneider in Kiew: Tschernobyl-Hülle muss repariert werden
Korruptionsermittlungen in der Ukraine – Selenskij entlässt Vize-Präsidialamtschefin MudraIn der Ukraine haben die Antikorruptionsbehörden am Mittwoch eine Großrazzia gegen Abgeordnete sowie Berater von Präsident Wolodimir Selenskij gestartet. Dies geschah wenige Stunden vor einer entscheidenden Abstimmung im Parlament über den neuen Verteidigungsminister Jewhenij Chmara. Das Parlament stimmte der Ernennung Chmaras als Nachfolger des entlassenen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow zu.
Wie das Onlineportal Kyiv Independent berichtete, durchsuchten Ermittler unter anderem die Räumlichkeiten von Iryna Mudra, einer stellvertretenden Stabschefin des Präsidenten. Selenskij entließ Mudras mittlerweile. Im auf der Website des Präsidenten veröffentlichten Dekret wird aber kein Grund für den Schritt genannt.
In Medienberichten wurde auch der Abgeordnete Wadym Stolar als Verdächtiger genannt. Dieser schrieb in sozialen Netzwerken: „Ich kann bestätigen, dass Nabu Ermittlungen in meinem Haus ausführt.“ Er kooperiere vollumfänglich mit der Behörde und behindere die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden in keiner Weise.
Die Antikorruptionsbehörde Nabu und die spezialisierte Staatsanwaltschaft Sapo sind an den Ermittlungen beteiligt. Sie selbst gaben keine Namen bekannt. Das Nabu-Büro teilte laut Kyiv Independent mit, dass es eine „Sonderoperation“ gebe, „um eine kriminelle Organisation aufzudecken, die von einem amtierenden und einem ehemaligen ukrainischen Abgeordneten angeführt wird und an der hochrangige Beamte aus dem Präsidialamt beteiligt sind“. Nabu zufolge werden die Verdächtigen der Geldwäsche von 150 Millionen Hrywnja (etwa 3,4 Millionen US-Dollar) beschuldigt. Das Geld wurde demnach als Kaution für einen Verdächtigen in einem anderen Korruptionsfall hinterlegt.
Die ukrainischen Antikorruptionsbehörden haben ihr Vorgehen gegen Bestechlichkeit im Staatsapparat während des Krieges verschärft. Dies gilt als eine der wichtigsten Voraussetzungen für den angestrebten Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union.
Bundesregierung plant, 50 Millionen Euro für Reparatur von Tschernobyl-Hülle zu gebenDie Bundesregierung will 50 Millionen Euro für die Reparatur der durch einen Drohneneinschlag Anfang 2025 beschädigten Schutzhülle um die Atomruine Tschernobyl bereitstellen. Deutschland werde Teil einer dafür notwendigen internationalen Lösung sein, sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) einer Mitteilung seines Ministeriums zufolge bei einem Besuch am zerstörten Atomreaktor. Er sei zuversichtlich, dass der Bundestag dem zustimmen werde, erwarte aber auch, dass weitere Staaten einen Beitrag zur Reparatur leisten.
Nach einem Drohneneinschlag vor rund anderthalb Jahren braucht die Schutzhülle eine umfassende Sanierung. Die Kosten werden nach Angaben der Kraftwerksleitung auf etwa 500 Millionen Euro geschätzt. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hatte gesagt, es habe sich um eine russische Drohne gehandelt.
Russischer Drohnenangriff: Zwei Tote und viele Verletzte
Bei einem russischen Drohnenangriff im Norden der Ukraine sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Russland habe ein Gebäude der Nationalpolizei in Schytomyr attackiert, teilte die Behörde mit. Zwei Polizisten seien ums Leben gekommen und mindestens 20 Menschen verletzt worden. Russland habe bei dem Angriff Drohnen mit Düsenantrieb eingesetzt. Es sei zu einem Brand auf dem Dach und im vierten Stock gekommen.
Putin zu Kiews Angriffen: Schaden uns, aber keine kritischen Folgen
Kremlchef Wladimir Putin hat eingeräumt, dass ukrainische Drohnenangriffe Russland schaden, aber keine kritischen Folgen hätten. Logistik- und Lagerkapazitäten müssten wiederhergestellt werden – auch unter Beteiligung des Staats, sagte er bei einer Sitzung des Rats für strategische Entwicklung und nationale Projekte und wies die Regierung an, ein entsprechendes Programm zum Wiederaufbau zu verabschieden.
Eine Reihe von Faktoren wirke sich auf das Wirtschaftstempo aus, darunter auch äußerer Druck und „Terrorangriffe auf Industrie- und Infrastrukturobjekte“, sagte er. Die Dynamik der russischen Wirtschaft bezeichnete er als „bescheiden, aber positiv“. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts liege im Jahr 2026 bei etwa einem Prozent.
Schneider sagt Hilfe für Reparatur der Tschernobyl-Schutzhülle zu
Bundesumweltminister Carsten Schneider sagt bei einem Besuch des zerstörten Atomreaktors in Tschernobyl Hilfe in Höhe von 50 Millionen Euro zu. „Die beschädigte Schutzhülle muss dringend repariert werden, um langfristig die Freisetzung radioaktiven Materials zu verhindern“, so der SPD-Politiker. „Deutschland wird Teil einer hierfür notwendigen internationalen Lösung sein, wie schon bei der Errichtung der Schutzhülle.“ Der Schutzmantel wurde bei einem Drohneneinschlag Anfang 2025 beschädigt und damit in ihrer Funktionalität eingeschränkt.
Gefangenenaustausch: Kiew und Moskau übergeben SoldatenRussland und die Ukraine haben inmitten zunehmender Gewalt in ihrem Krieg erneut Gefangene ausgetauscht. Aus ukrainischer Gefangenschaft seien 103 russische Soldaten zurückgekehrt, teilte das Ministerium in Moskau mit. Russland habe im Gegenzug 103 ukrainische Soldaten übergeben.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij bestätigte den Austausch und veröffentlichte Aufnahmen von vor Freude weinenden Soldaten. Die Kriegsparteien haben bereits mehrfach Gefangene und die Leichen von Gefallenen ausgetauscht.
„Es handelt sich um Verteidiger der Streitkräfte, des staatlichen Grenzschutzes und der Nationalgarde. Unter den Freigelassenen befinden sich Soldaten, die die Ukraine in Mariupol sowie in den Gebieten Donezk, Luhansk, Charkiw, Saporischschja, Cherson, Dnipro und Sumy verteidigt haben“, teilte Selenskij in sozialen Netzwerken mit. Er danke allen, die an der Befreiung der Gefangenen mitgewirkt hätten. „Wir tun alles in unserer Macht Stehende, um alle unsere Leute nach Hause zu holen.“
Die freigelassenen Russen seien derzeit im benachbarten Belarus, wo schon früher die medizinische und psychologische Erstversorgung ausgetauschter Soldaten erfolgte. Bei der humanitären Aktion seien die Vereinigten Arabischen Emirate erneut als Vermittler aufgetreten, gab das Ministerium in Moskau bekannt.
Ukraine meldet mehrere Tote und Verletzte nach russischem Drohnenangriff auf Bus
In der südukrainischen Stadt Cherson ist nach Angaben der dortigen Behörden ein Bus zum Ziel eines russischen Drohnenangriffs geworden. Dabei wurden am Morgen vier Menschen getötet, wie Regionalgouverneur Oleksandr Prokudin auf Telegram mitteilte. Zudem wurden laut Behörden fünf weitere Personen verletzt. Prokudin veröffentlichte verschwommene Fotos, die einen gelben Bus mit blutverschmierten Stufen und zerbrochenen Fenstern zeigen.
Herausforderung für Selenskij: Ex-Verteidigungsminister fordert WahlenDer im Juli entlassene ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hat mitten im Krieg gegen Russland Wahlen gefordert. Er sorgt damit für die größte innenpolitische Herausforderung für Präsident Wolodimir Selenskij seit Jahren. Fedorow ist der erste hochrangige Politiker des Landes, der seit Beginn der russischen Invasion einen solchen Vorstoß wagt. Bislang verbietet das ukrainische Gesetz Wahlen während des Krieges.
In einem am Dienstagabend auf Youtube veröffentlichten Video sprach der 35-Jährige von einer „systemischen Regierungskrise“. „Die Demokratie darf nicht als Geisel Russlands gehalten werden“, sagte er. Es müsse ein legaler, sicherer und realistischer Mechanismus gefunden werden, der es der Ukraine erlaube, ihren demokratischen Prozess auch unter den Bedingungen eines langen Krieges zu erneuern. Das alte System lebe zu oft nach seinen eigenen Regeln, schütze sich selbst und habe Angst vor Veränderungen.
Fedorow galt lange als enger Verbündeter Selenskijs, bis er im Juli nach sechs Monaten im Amt überraschend entlassen wurde. Er hatte bei seinem Amtsantritt umfassende Reformen versprochen. Nach Fedorows Entlassung war es in der Ukraine zu Protesten gekommen. Fedorow hatte zudem ein Angebot Selenskijs zurückgewiesen, als dessen Berater zu arbeiten.
Ob es in der Ukraine tatsächlich zu Neuwahlen kommen könnte, lesen Sie hier:
Selenskij empfängt neuen deutschen Botschafter in KiewDer neue deutsche Botschafter in der Ukraine, Boris Ruge, hat nach seinem Dienstantritt Präsident Wolodimir Selenskij sein Beglaubigungsschreiben überreicht. „Wir sind sehr stolz darauf, so starke Freunde zu haben“, sagte der Staatschef gemäß einer Mitteilung. Selenskij dankte dabei Deutschland für die gewährte Hilfe. „Ihre Unterstützung ist die größte in Europa. Wir wissen das und erinnern uns daran“, sagte das Staatsoberhaupt. Bei dem Empfang in der historischen Sophienkathedrale in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sei auch der Ausbau der gemeinsamen Rüstungsproduktion besprochen worden.
Ruge trat seinen Dienst bereits vergangene Woche an. Der 64-Jährige gilt als Außen- und Sicherheitsexperte und war zuvor als Beigeordneter Generalsekretär der Nato für Politische Angelegenheiten und Sicherheitspolitik in Brüssel tätig. Vor seiner Tätigkeit bei der Nato arbeitete der Spitzendiplomat unter anderem als stellvertretender Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, Gesandter in der US-Hauptstadt Washington sowie deutscher Botschafter in Riad, der Hauptstadt von Saudi-Arabien.
Umbettung: Gebeine eines Nationalisten nach Kiew überführtMit einem Staatsbegräbnis ehrt die Ukraine den 1938 ermordeten umstrittenen ukrainischen Nationalistenführers Jewhen Konowalez. „Wir bringen einen herausragenden Sohn des ukrainischen Volkes nach Hause zurück“, sagte Präsident Wolodimir Selenskij bei der Zeremonie auf einem Militärfriedhof unweit der Hauptstadt Kiew.
Konowalez wurde 1891 in Österreich-Ungarn in der heutigen Westukraine geboren. Als österreichischer Soldat kämpfte er im Ersten Weltkrieg und beteiligte sich nach seiner russischen Kriegsgefangenschaft am Aufbau des 1920 gescheiterten ersten ukrainischen Staats. Ab 1929 führte er die neu gegründete Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN), die sich am Faschismus in Italien und dem Nationalsozialismus in Deutschland orientierte. Die OUN war für terroristische Anschläge wie die Ermordung des polnischen Innenministers 1934 verantwortlich. Konowalez wurde 1938 von einem sowjetischen Agenten in Rotterdam getötet und dort zunächst begraben.
Vor der Umbettung von Konowalez wurde bereits sein Nachfolger bei der OUN, Andrij Melnyk, in die Ukraine überführt. Weitere im Ausland bestattete Ukrainer sollen folgen. Kiew plant dabei die Neubestattung der sterblichen Überreste von „Unabhängigkeitskämpfern“ in einer „Pantheon“ genannten Gedenkstätte.
Ein Toter bei Drohnenexplosion nahe AKW SaporischschjaEine Drohne hat in der Ukraine mehr als ein Dutzend Mitarbeiter des von Russland besetzten Kernkraftwerks Saporischschja angegriffen. Wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien unter Berufung auf die von Moskau eingesetzte AKW-Leitung mitteilte, wurde eine Person getötet, 15 weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Sämtliche Opfer seien AKW-Angestellte und Mitarbeiter von Subunternehmen, hieß es.
Die Drohne explodierte demnach am Morgen bei einer Bushaltestelle, die von den AKW-Mitarbeitern auf dem Weg zur Arbeit genutzt wird. Zuvor hatten die russischen Besatzungsbehörden den Angriff gemeldet und machte Kiew dafür verantwortlich. In Moskau teilte das zentrale Ermittlungskomitee mit, dass Strafverfahren wegen der Terroranschläge im Gebiet Saporischschja und in der Hauptstadtregion eingeleitet worden seien. Von ukrainischer Seite gab es zunächst keine Reaktion.
Der IAEA wurden auch weitere Angriffe im Industriegebiet um das frontnahe Atomkraftwerk gemeldet. IAEA-Chef Rafael Grossi rief dazu auf, Angriffe auf AKW und ihre Mitarbeiter sofort einzustellen. Solche Attacken stellten ein großes Risiko für die nukleare Sicherheit dar, betonte er auf der Plattform X.
Burnham: Großbritannien unterstützt Ukraine weiterhin zu 100 ProzentGroßbritannien wird die Ukraine nach den Worten von Premierminister Andy Burnham weiterhin vollumfänglich gegen die russische Invasion unterstützen. „Großbritannien tut das, was es seit Langem angekündigt hat, nämlich die Ukraine zu 100 Prozent gegen diesen von Wladimir Putin geführten illegalen Krieg zu unterstützen“, sagt Burnham vor Journalisten.
Zuvor hatte Russland die Regierung in London vor Konsequenzen gewarnt, da Berichten zufolge Drohnen aus britischer Produktion bei Angriffen auf russisches Territorium eingesetzt worden seien. Großbritannien sei kein Partner nur in guten Zeiten und werde der Ukraine in der Stunde der Not beistehen, erklärt der Premierminister weiter.
Moskau droht Großbritannien wegen britischer Drohnen gegen RusslandNach einem Medienbericht über den Einsatz britischer Drohnen durch die Ukraine für Angriffe in Russland droht Moskau Großbritannien mit Konsequenzen. Der Bericht bestätige, dass London bewusst auf eine Eskalation des Ukraine-Kriegs setze, während es „heuchlerisch einen Wunsch nach Frieden“ bekunde, teilte die russische Botschaft in dem Nato-Land mit.
„Londons Vorgehen wird zwangsläufig Konsequenzen haben, für die das Land zur Rechenschaft gezogen werden muss“, hieß es weiter in der russischen Stellungnahme. „Je tiefer seine Verstrickung in den Konflikt“ sei, desto höher werde der Preis sein, den es dafür zahlen müsse. Als Reaktion sagte ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums der BBC, Großbritannien stehe „Schulter an Schulter“ mit der Ukraine. Kiew wehrt sich seit mehr als vier Jahren mithilfe westlicher Waffenlieferungen gegen den russischen Angriffskrieg.
Die britische Sunday Times hatte berichtet, dass Drohnen britischer Hersteller erstmals von der Ukraine eingesetzt worden seien, um Ziele im russischen Hinterland anzugreifen. Drohnen von zwei britischen Unternehmen seien an die Ukraine geliefert worden. Die ukrainischen Streitkräfte setzten sie für Angriffe mit großer Reichweite ein. Bei ihren Informationen berief die Zeitung sich auf Quellen aus dem ukrainischen Militär. Auch die BBC meldete unter Berufung auf eine nicht näher beschriebene Militärquelle, dass Kiew britische Drohnen bei den Angriffen eingesetzt habe.
„Russland sollte keinerlei Zweifel an der Entschlossenheit dieser Regierung haben, sich der russischen Aggression entgegenzustellen – in der Ukraine sowie gegenüber dem Vereinigten Königreich und unseren Verbündeten“, sagte der Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums. Das Vereinigte Königreich sei „entschlossen, der Ukraine die Ausrüstung zur Verfügung zu stellen, die sie benötigt, um sich gegen Putins illegale Invasion zu verteidigen“.
Kiew hat seine Gegenangriffe vor allem mit Drohnen in den vergangenen Monaten ausgeweitet. Diese treffen immer wieder Ölraffinerien und Logistikzentren des größten russischen Online-Versandhandels Wildberries. Es gibt wirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe, die Moskaus Kriegswirtschaft treffen.
Schneider in Kiew: Tschernobyl-Hülle muss repariert werden Bundesumweltminister Carsten Schneider hat der von Russland angegriffenen Ukraine bei einem Besuch in Kiew Hilfe bei der Beseitigung der Schäden an der Schutzhülle der Atomruine Tschernobyl zugesichert. „Deutschland steht fest an der Seite der Ukraine“, sagte der SPD-Politiker, der am Morgen in der ukrainischen Hauptstadt mit dem Zug eintraf.
Er will auch die Sperrzone mit dem 1986 havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl besuchen. Dort gibt es Schäden nach einem Drohnenangriff an dem Stahlbogen der Atomruine. Die Abschirmfunktion der Stahlkonstruktion über dem Reaktor, die mit Milliardenkosten über einen zuvor gebauten Betonsarkophag gezogen wurde, ist laut Experten nun nicht mehr gewährleistet. Die komplexen Reparaturkosten werden nach Angaben der Kraftwerksleitung auf rund 500 Millionen Euro geschätzt. Angestrebt werde eine internationale Kofinanzierung mit einem „wesentlichen Beitrag“ der EU und der Gruppe der sieben führenden Industrienationen (G7).
„Ziel der Reise ist es, gemeinsam mit den ukrainischen Partnern frühzeitig Potenziale für eine klimafreundliche, resiliente Erneuerung der Infrastruktur und des weiteren Wiederaufbaus auszuloten, auch unter Beteiligung der deutschen Wirtschaft“, teilte das Umweltministerium zu Beginn des Besuchs mit. Schneider werde von Unternehmensvertretern begleitet, deren Firmen auf klimafreundliche Technologien spezialisiert sind.
Ukraine: Zehn Tote bei russischem Raketenangriff in Region Charkiw
Bei einem russischen Raketenangriff auf ein Dorf in der nordostukrainischen Region Charkiw sind örtlichen Behörden zufolge zehn Menschen getötet worden. Acht weitere Personen wurden verletzt, wie der Gouverneur der Region, Oleh Synjehubow, auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mitteilt. Bei dem Angriff auf die Ortschaft Petschenihy seien zudem zehn Wohnhäuser, ein Café, eine Postfiliale, ein Geschäft und mindestens sieben Autos beschädigt worden.