Der Strand von Palma de Mallorca, Spanien.

AUDIO: Flensburgerin findet Kieler Portmonee – die Polizei vermittelt (2 Min)

Stand: 19.08.2026 18:30 Uhr

Fast 2.000 Kilometer von Schleswig-Holstein entfernt findet eine junge Flensburgerin auf Mallorca ein Portmonee. Als sie es öffnet, kommt die Überraschung: Der Besitzer kommt ebenso aus Schleswig-Holstein.

Da staunten die Beamten nicht schlecht: Am vergangenen Dienstagabend rief eine junge Flensburgerin auf dem Kieler Polizeirevier an und bat die Beamten um Hilfe. In ihrem Urlaub auf der spanischen Insel Mallorca hatte die 24-Jährige den Angaben zufolge gemeinsam mit einer Freundin ein Portmonee in El Arenal gefunden.

Ein Blick in den Geldbeutel hatte den beiden verraten, dass es einem 23 Jahre alten Mann gehörte – und wie es der Zufall wollte, kam er auch aus Schleswig-Holstein, nämlich aus Kiel. Die beiden ehrlichen Finderinnen entschieden sich, beim Polizeirevier in Kiel anzurufen, um den Mann ausfindig zu machen.

Auf der Suche nach dem jungen Kieler

Auch wenn der Ballermann üblicherweise nicht in das Zuständigkeitsgebiet der Kieler Polizei fällt: Die Beamten halfen in dem Fall aus. Ein erster Blick ins System sei zwar zunächst erfolglos geblieben, berichtet eine Polizeisprecherin – doch Kollegen eines benachbarten Reviers brachten die Rettung. Sie konnten die Telefonnummer des Mannes ermitteln. Einen Anruf später war klar: Der 23-Jährige vermisste sein Portmonee bereits seit dem Vortag – und war zum Glück immer noch im Urlaub auf Mallorca.

Glück im Unglück: Geldbeutel auf Abwegen wieder beim Besitzer

Noch am selben Abend konnte der ungewöhnliche Fall abgeschlossen werden. Die Finderin und der Kieler trafen sich in El Arenal vor einer Disco, der Treffpunkt wurde von den Beamten vermittelt. Der junge Mann bekam sein Portmonee wieder zurück – gerade rechtzeitig, denn er stand kurz vor dem Rückflug, berichtet die Sprecherin.

Verlorene Geldbeutel gehören für die Beamten zum Tagesgeschäft, sagte die Sprecherin. Dass die Hilfe aber fast 2.000 Kilometer entfernt geleistet werden muss, sei dann doch eher die Ausnahme im Polizeialltag – und dann auch noch mit „Happy End“.

Eine Frau hält ein offenes Portemonnaie in den Händen.

Das Geld hat die Frau umgehend bei der Polizei abgegeben. Der Besitzer des Geldes meldete sich kurz darauf.

Eine Frau hält ein offenes Portemonnaie in den Händen.

Erst brachte ein Mann eine Geldbörse mit 300 Euro zur Wache in Langenhagen. Dann kamen zwei Jugendliche mit 400 Euro.

Nahaufnahme einer Hand, die einen Einkaufswagen schiebt.

Betroffen sind Kiel, Neumünster und auch die Kreise Rendsburg-Eckernförde und Plön. Im Visier der Täter liegen Handys und Geldbörsen.