Durch das Dach des Rathauses am Walter-Scheel-Platz im Solingen ist am Mittwochabend massiv Wasser ins Gebäude eingedrungen. Haustechnik, Dachdecker und Feuerwehr konnten den Wasserschaden jedoch auf den Treppenraum und die unmittelbar angrenzenden Flure und Büros begrenzen. Deshalb soll nach derzeitiger Einschätzung der Rathausbetrieb nur geringfügig betroffen sein. Für die vom Wasserschaden direkt betroffenen Bereiche prüft das Gebäudemanagement die Lage noch.

Das einlaufende Wasser hatte gegen kurz vor 19 Uhr einen Kurzschluss in der Brandmeldeanlage ausgelöst, wodurch die Feuerwehr alarmiert wurde. Die Haustechnik dämmte unterdessen die Überschwemmung ein, die den vier Stockwerken drohte: Unter die Stellen, aus denen das Wasser rauschte, stellten die Mitarbeiter unter anderem große Tonnen, die eigentlich für Papiermüll gedacht sind und mit Rollen versehen sind. Die Mitarbeiter tauschten diese Tonnen aus, wenn sie voll waren, und rollten sie zum Entleeren nach draußen.

Hinter dem Wassereinbruch steckte das unglückliche Zusammentreffen von Wetter und Wartungsarbeiten: In Solingen regnete es heftig, und am Rathausdach wurde am Entwässerungssystem gearbeitet. Die Feuerwehr unterstützte die Dachdeckerfirma mit Pumpen, um auf den Dach stehendes Wasser abzusaugen. Gleichzeitig fing sie innerhalb des Gebäudes das hereinlaufende Wasser ab. Gegen 21 Uhr hatten die Beteiligten die Lage stabilisiert.