Gute Nachrichten für Plärrer-Fans: Wer vom 28. August bis 13. September Schwabens größtes Volksfest besucht, muss bei Bier und Fahrgeschäften nicht tiefer in die Tasche greifen als zuletzt. Dafür gibt es auf dem Augsburger Herbstplärrer einige neue Attraktionen – und bei Festumzug und politischer Prominenz Änderungen.

Wenn am Freitag, 28. August, der Augsburger Herbstplärrer seine Tore öffnet, bleibt zumindest eine der wichtigsten Fragen für viele Besucher schnell beantwortet: Die Maß Bier wird nicht teurer.

Im Festzelt Binswanger kostet der Liter weiterhin 12 Euro, im Schaller-Festzelt werden 12,90 Euro fällig. Damit bleiben die Preise gegenüber dem vergangenen Herbstplärrer unverändert. Schon 2025 wurden exakt 12 beziehungsweise 12,90 Euro verlangt. Auch beim Osterplärrer 2026 hielten Festwirte und Schausteller an diesen Preisen fest.

Damit kostet die Maß auch beim dritten Plärrer in Folge nicht mehr. Zum Vergleich: Auf dem Münchner Oktoberfest werden 2026 je nach Zelt zwischen 14,80 und 15,90 Euro verlangt.

Auch Fahrgeschäfte werden nicht teurer

Nicht nur beim Bier verzichten die Betreiber auf eine Preiserhöhung. Auch die regulären Fahrpreise sollen gegenüber dem Osterplärrer stabil bleiben. Bereits im Frühjahr hatten die Schausteller die Preise trotz gestiegener Kosten nicht erhöht.

Besucher bekommen dafür einige neue Attraktionen geboten. Besonders auffällig ist „Verdora Island“, eine neue interaktive Wildwasserbahn. Die 2026 gebaute Anlage besitzt eine rund 120 Meter lange Strecke und kombiniert die Fahrt mit interaktiven Wasserelementen.

Ebenfalls neu in Augsburg ist „Mayday – The Ultimate Thrill“. Das erst in diesem Sommer in Betrieb gegangene Fahrgeschäft bietet Platz für 16 Personen.

Mit „The Fisherman‘s Place“ kommt außerdem ein neues dreistöckiges Laufgeschäft auf den Plärrer. Dort warten unter anderem bewegliche Böden, Laufbänder, eine Rutsche und Wasserelemente auf die Besucher.

Wieder mit dabei ist auch das große Riesenrad „Movie Star“ der Familie Landwermann-Henschel.

Auch das Augsburg Journal ist in diesem Jahr wieder vertreten. Am 29. August findet ab 16 Uhr an der Fischbraterei Meeß das Casting für den Trachtkerl 2026 statt, der in der letzten Plärrer-Woche gekürt wird.

Leopardenspur feiert 50 Jahre

Ein besonderes Jubiläum gibt es bei einem echten Augsburger Plärrer-Klassiker. Die Leopardenspur feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Am Montag, 7. September, soll das Jubiläum auf dem Festplatz besonders gefeiert werden.

Insgesamt bietet der Herbstplärrer wieder mehr als 70 Fahrgeschäfte, Buden, gastronomische Angebote und weitere Schaustellerbetriebe.

Plärrerumzug ohne Hubert Aiwanger

Änderungen gibt es dagegen beim traditionellen Plärrerumzug. Nach aktuellem Stand nehmen 94 Gruppen teil, eigentlich waren sogar 98 angedacht. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wird nicht dabei sein: Er hat seine Teilnahme abgesagt. Ministerpräsident Markus Söder war für den diesjährigen Umzug nach Angaben der Veranstalter ohnehin nicht vorgesehen.

Neu präsentieren wird sich auf dem Plärrer hingegen Augsburgs Referent Martin Schenkelberg. Der Referent für Gesundheit, Pflege, Integration und Gesellschaft bietet am 9. September von 15.30 bis 17.30 Uhr im Biergarten des Schaller-Festzelts eine Bürgersprechstunde an. Acht jeweils 15-minütige Gesprächstermine sollen vergeben werden.

Offiziell startet der Herbstplärrer am 28. August um 16 Uhr. Um 18 Uhr übernimmt Oberbürgermeister Florian Freund den Fassanstich im Schaller-Festzelt, um 21.45 Uhr folgt das erste Feuerwerk.

Für Besucher bleibt damit vor allem eine Nachricht hängen: Mehr bezahlen müssen sie für Bier und Fahrgeschäfte diesmal nicht.