Frauen-Bundesliga
1. FC Nürnberg empfängt zum Auftakt einen Topklub
20.08.2026 – 10:20 UhrLesedauer: 3 Min.
FCN-Team: Mit neuer Identität ins Bundesliga-Startspiel gegen Wolfsburg. (Quelle: IMAGO/Sportfoto Zink / Daniel Marr/imago)
Vorlesen
Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00
1xArtikel teilen
Sechs Wochen Vorbereitung, ein neues Trainerteam und mehrere Neuzugänge: Die Frauen des 1. FC Nürnberg gehen in ihre erste Bundesliga-Saison unter Cheftrainer Omar Adlani.
Der 1. FC Nürnberg startet am Samstag mit einem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg in die Saison der Frauen-Bundesliga. Es ist der erste Pflichtspielauftritt unter dem neuen Cheftrainer Omar Adlani, der den Klub im Juli übernommen hatte. Das geht aus einer Mitteilung des 1. FC Nürnberg hervor.
Als Adlani Anfang Juli erstmals mit seiner Mannschaft am Valznerweiher auf dem Platz stand, begann zunächst eine Phase des gegenseitigen Kennenlernens. Der 34-Jährige beschreibt den Start so: „Ich glaube, in der ersten Woche ging es vor allem darum, mich an den Club und an die Menschen zu gewöhnen – an die neuen Spielerinnen und an ein neues Umfeld. Für uns ging es darum, alle kennenzulernen, zu verstehen, wie jeder arbeitet und was jeder Einzelne ins Team einbringt.“
Aggressives Pressing, mehr Ballbesitz
Taktische Details standen dabei zunächst nicht im Vordergrund. Adlani wollte zuerst Grundlagen etablieren: „Bevor wir überhaupt über Spielstil und solche Dinge sprechen, müssen wir unsere Gewohnheiten und Prinzipien ins Spiel bekommen.“ Das Bild, das sich über die Wochen herauskristallisierte: mutig mit dem Ball, längere Ballbesitzphasen, aggressives Pressing nach vorne. „Wenn wir pressen, dann nach vorne. Wenn wir angreifen, dann ebenfalls nach vorne. Diese Dinge gehören zusammen“, so Adlani.
In mehreren Testspielen erprobten die Nürnbergerinnen diese Prinzipien. Den Auftakt machte ein 6:0-Sieg beim SV Weinberg, danach folgte ein 3:1 gegen den niederländischen Vizemeister Ajax Amsterdam. Gegen den damaligen Zweitligisten Carl Zeiss Jena gab es eine 0:1-Niederlage, gegen die TSG Hoffenheim ein torloses Remis. Nach drei Wochen reiste die Mannschaft ins Trainingslager nach Niedernberg, wo sechs intensive Tage auf dem Programm standen. Den Abschluss des Lagers bildete ein Testspiel gegen den deutschen Meister FC Bayern München. Anschließend folgten weitere Tests gegen den SC Freiburg und den italienischen Erstligisten U.S. Sassuolo Calcio.
„Neues zu lernen“
Für Adlani zählt aus dieser Phase nicht allein die Ergebnisbilanz. Er lobte die Einstellung seines Teams: „Die Spielerinnen waren sehr offen dafür, etwas Neues zu lernen und etwas Neues auszuprobieren. Darüber habe ich mich sehr gefreut.“
Neben dem neuen Trainerteam mussten sich in diesem Sommer auch mehrere Spielerinnen erstmals im Club-Trikot zurechtfinden. Keira Bednorz, Rebecca Adamczyk, Marie Bleil und Louna Lapassouse standen bereits beim Trainingsauftakt auf dem Platz. Später kamen Alexsandra Lobanova und Charline Coutel hinzu.
Die Neuzugänge verschärften den Konkurrenzkampf im Kader. Adlani sagt: „Ich spüre jetzt den Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft. Selbst bei den Rondos sind alle unglaublich ehrgeizig.“ Für ihn ist das ein wichtiger Entwicklungsfaktor: „Eine Spielerin pusht dich, du pushst sie – und dadurch werdet ihr beide besser.“
