Stadt warnt vor Wasserkontakt
Frankfurt: Blaualgen im Main nachgewiesen
20.08.2026 – 12:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Frankfurter Main (Archivbild): Hier ist nun Vorsicht geboten. (Quelle: IMAGO/Rainer Lesniewski/imago)
Im Main bei Frankfurt-Höchst sind Blaualgen nachgewiesen worden. Die Stadt rät deshalb zu besonderer Vorsicht – auch Hunde sollten dem Wasser fernbleiben.
Im Main bei Frankfurt-Höchst sind Blaualgen entdeckt worden. Das Umweltamt hat sogenannte Cyanobakterien in einer Wasserprobe nachgewiesen, die am Dienstag, 18. August, an der Fähranlegestelle in Höchst genommen wurde. Das teile die Stadt Frankfurt am Donnerstag mit.
Die dort beobachteten grünlichen Trübungen im Wasser gehen nach Angaben der Stadt auf die Bakterien zurück. Eine außergewöhnlich starke Massenvermehrung, wie sie etwa aus stehenden Gewässern bekannt ist, wurde allerdings nicht festgestellt.
- Achtung, auch an diesen Gewässern: Hier gibt es in Frankfurt Blaualgen
Stadt warnt vor Kontakt mit dem Wasser
Trotzdem rät die Stadt dazu, Wasserkontakt insbesondere dort zu vermeiden, wo grünliche Schlieren zu erkennen sind. Das betrifft nicht nur Menschen, die sich direkt im Wasser aufhalten, sondern auch Freizeitaktivitäten wie Stand-up-Paddling oder Kanufahren.
Vor allem sollte kein Mainwasser verschluckt werden. Cyanobakterien beziehungsweise von ihnen gebildete Stoffe können gesundheitliche Beschwerden verursachen.
Auch Hundehalter sollten vorsichtig sein. Das Veterinäramt empfiehlt, Hunde von dem betroffenen Gewässerbereich fernzuhalten. Für sie sind die Bakterien gefährlicher, als für Menschen.
Hitze und geringe Strömung begünstigen Blaualgen
Die Bedingungen der vergangenen Wochen haben das Auftreten der Blaualgen laut Experten begünstigt. Langanhaltende Hitze, Trockenheit und ein hoher Nährstoffgehalt können dafür sorgen, dass sich Cyanobakterien in Oberflächengewässern stärker vermehren.
Hinzu kommt, dass der Main derzeit vergleichsweise wenig Wasser führt und wegen seiner Staustufen nur langsam fließt. Besonders in Uferbereichen und anderen strömungsarmen Zonen können sich die Bakterien deshalb stärker sammeln.
Das Gesundheitsamt weist zugleich darauf hin, dass der Main grundsätzlich kein Badegewässer ist. Wegen des Schiffsverkehrs drohen dort unter anderem starke Unterströmungen und Sogwirkungen.
Wetter könnte Situation entspannen
Die jüngste Wetterentwicklung dürfte die Lage nach Einschätzung der Stadt allerdings etwas entschärfen. Sinkende Temperaturen, Regen und zunehmender Wind verschlechtern die Bedingungen für eine stärkere Vermehrung der Blaualgen.
