Landgericht Hannover. Symbolbild zum Prozess wegen versuchten Totschlags.

Stand: 20.08.2026 15:14 Uhr

Ein 18-Jähriger muss sich seit Donnerstag vor dem Landgericht in Hannover wegen versuchten Totschlags verantworten. Er soll laut Anklage einen 32-Jährigen mit einem Messer lebensbedrohlich verletzt haben.

Die Tat hat sich laut Anklage im Februar dieses Jahres an der Straßenbahnhaltestelle Leinhausen ereignet. Der 32-Jährige wollte den Angaben zufolge in einen Streit eingreifen, der sich zwischen dem damals 17-Jährigen und seiner Freundin abspielte. Daraufhin habe der junge Mann mehrmals auf den Helfer eingestochen. Der 32-Jährige rettete sich laut Anklage mit lebensbedrohlichen Verletzungen in eine einfahrende Stadtbahn.

Täter ließ nicht von seinem Opfer ab

Der damals 17-Jährige soll dabei weiterhin versucht haben, auf sein Opfer einzustechen, sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag gegenüber NDR Niedersachsen. Außerdem sei der Mann durch die Stiche lebensgefährlich verletzt worden und musste intensivmedizinisch behandelt werden. Daher habe die Staatsanwaltschaft die Tat als versuchte Tötung gewertet, hieß es. Weil der Angeklagte zum Tatzeitpunkt minderjährig war, findet die Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ihm droht im Falle einer Verurteilung eine Jugendstrafe von bis zu zehn Jahren. Das 32-jährige Opfer tritt laut Gericht als Nebenkläger auf. Für den Prozess sind sieben Verhandlungstage bis Anfang Oktober angesetzt.

Rettungswagen fährt bei Dunkelheit (Themenbild)

Der schwer verletzte 32-Jährige konnte sich laut Polizei Hannover in eine Stadtbahn retten. Dort rief er den Notruf.