Stacheldraht auf den Mauern der JVA Lübeck

Stand: 20.08.2026 16:01 Uhr

Ermittler sind am Donnerstag zu einer Großrazzia ausgerückt. Drogen und verbotene Gegenstände sollen in die Justizvollzugsanstalt Bremen-Oslebshausen geschmuggelt worden sein.

Ermittelt wird gegen 23 Beschuldigte, darunter sechs Bedienstete der Bremer Haftanstalt und zehn Gefangene, wie die Staatsanwaltschaft in Bremen mitteilte. Einsatzkräfte durchsuchten demnach unter anderem zehn Zellen in Bremen-Oslebshausen sowie elf Wohnungen in Bremen und Niedersachsen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Bestechung und Bestechlichkeit sowie des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und der Beihilfe hierzu.

„Bestellungen“ von Gefangenen?

Laut Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht, dass Bedienstete der JVA unter anderem Lebensmittel und Betäubungsmittel in die Haftanstalt eingeschleust und dort an Gefangene übergeben haben. Der Schmuggel sei nach derzeitigem Ermittlungsstand „auf zuvor erfolgte Bestellungen“ hin erfolgt, hieß es von der Ermittlungsbehörde am Donnerstag weiter. Gefangene sollen die Gegenstände dort weiterverkauft oder verteilt haben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 20.08.2026 | 15:00 Uhr