Snorre kann für seine zwölfeinhalb Wochen schon eine Menge. Kein Wunder, Diensthundeführerin Marina Deger trainiert mit ihm vom ersten Tag an, an dem sie ihn mit nach Hause genommen hat. Das natürlich aufgrund seines Alters nur ein paar Minuten am Tag, aber er soll von klein auf „lernen zu lernen“. Schließlich wird der kleine holländische Schäferhund in den kommenden zwei Jahren seine Ausbildung zum Polizeihund absolvieren. Wenn er all seine Prüfungen besteht, soll er einmal als Schutzhund und Sprengstoffspürhund bei der Diensthundestaffel des Polizeipräsidiums Schwaben Nord zum Einsatz kommen.

Schäferhund Snorre lernt in Augsburg, Tatwerkzeuge zu erschnüffeln

In den vier Wochen, in denen Marina Deger den Welpen unter ihre Fittiche genommen hat, konnte er einiges lernen: In Ansätzen kann er bereits Fuß laufen, macht Sitz und Platz und kann auf Kommando bellen – gekochte Hühnerbrust als Belohnung spornt ihn zu Höchstleistungen an. Marina Deger übt mit ihm auch das Stöbern nach Gegenständen, bei dem Polizeihunde ihren Geruchssinn nutzen.

„Etwa wenn nach einem Diebstahl oder Raub Tatwerkzeuge gesucht werden“, erklärt sie. Deger ist im September 20 Jahre Diensthundeführerin. Sie wollte schon immer zur Polizei und Diensthundeführerin werden, nachdem sie mit Hunden aufgewachsen war.

25 Hunde zählt die Augsburger Diensthundestaffel

Seit acht Jahren ist sie im Polizeipräsidium Schwaben Nord tätig – die Diensthundestaffel des Präsidiums befindet sich auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei Königsbrunn. Dort gibt es genug Raum für einen Hundeplatz, auf dem sie sich um die Junghundeausbildung kümmert.

Seit dem ersten Tag trainiert Marina Deger mit Snorre. Gekochte Hühnerbrust als Belohnung spornt ihn an.

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Seit dem ersten Tag trainiert Marina Deger mit Snorre. Gekochte Hühnerbrust als Belohnung spornt ihn an.
Foto: Marcus Merk

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Seit dem ersten Tag trainiert Marina Deger mit Snorre. Gekochte Hühnerbrust als Belohnung spornt ihn an.
Foto: Marcus Merk

Ihr Hund „Bond“ ist fünfeinhalb Jahre alt und als Schutzhund, Rauschgift- und Banknotenspürhund im Einsatz. 25 Hunde gehören zur Augsburger Diensthundestaffel, wobei nicht alle einsatzfähig sind, weil sie sich teils noch in der Ausbildung befinden. „In Bayern gibt es 360 Polizeihunde“, sagt Marina Deger. Rund 80 Prozent seiner Ausbildung wird Snorre vor Ort absolvieren. Die restliche Zeit verbringen die Hunde samt ihren Haltern in der Zentralen Diensthundeschule der bayerischen Polizei in Herzogau, wo die Prüfungen abgelegt werden.

Sein Name erinnert an einen Wikinger von der Serie „Wicki und die starken Männer“

Snorre, dessen Name an einen Wikinger der Zeichentrick-Serie „Wickie und die starken Männer“ erinnert, bringe alles mit, was ein Polizeihund brauche. „Er ist neugierig, selbstbewusst und natürlich altersgemäß auch noch ganz schön frech.“ Je nach körperlicher Verfassung seien Polizeihunde bis etwa zum zehnten Lebensalter im Dienst.

Snorre ist neugierig und selbstbewusst. Gute Voraussetzungen für seine Ausbildung, findet Diensthundeführerin Marina Deger.

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Snorre ist neugierig und selbstbewusst. Gute Voraussetzungen für seine Ausbildung, findet Diensthundeführerin Marina Deger.
Foto: Marcus Merk

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Snorre ist neugierig und selbstbewusst. Gute Voraussetzungen für seine Ausbildung, findet Diensthundeführerin Marina Deger.
Foto: Marcus Merk

Snorre steht also noch eine lange Laufbahn bevor – die er bald mit seiner neuen Besitzerin meistern wird. „Im September fängt eine Kollegin bei uns an, die Snorre übernimmt, wenn er so weit ist“, sagt Marina Deger.