Damit stieg die Staatsverschuldung höher als von der Regierung und Experten bisher prognostiziert. Grund dafür sind nach Angaben von Experten unter anderem die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, langfristige Zahlungsverpflichtungen in den Bereichen soziale Sicherheit und Gesundheitsversorgung sowie steigende Zinskosten.

imago images 0864500356Vergrößern des BildesDonald Trump: Der Schuldenberg der USA wächst rasant. (Quelle: IMAGO/Al Drago – Pool via CNP/imago)

Allein 2026 werden die USA voraussichtlich über zwei Billionen Dollar an neuen Schulden aufnehmen, um den Verpflichtungen nachzukommen, berichtet die „New York Times“. Grund dafür seien unter anderem Ausgaben für den Krieg im Iran und umfassende Steuersenkungen, die die Republikaner 2025 beschlossen hatten.

Iranische Medien: Trumps Drohung ist nichts Neues

Iranische Medien haben unbeeindruckt auf die Drohung des US-Präsidenten mit einem „Wirtschaftskrieg“ gegen das Land reagiert. Die den Revolutionsgarden nahestehende iranische Nachrichtenagentur Fars schrieb auf Telegram, Donald Trump habe schon zuvor wiederholt vom angeblich unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Iran und von Schlägen historischer Dimension gesprochen. Seine Behauptungen seien bloß als übliche „psychologische Kriegsführung und Propagandakampagne“ zu verstehen.

Die staatlich kontrollierte iranische Nachrichtenagentur Tasnim schrieb dazu auf Telegram, Trumps Drohung sei „keine neue Entwicklung, da die Vereinigten Staaten seit Jahren versuchen, jegliche finanziellen und wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran zu unterbinden“. Der Iran habe jedoch „gelernt, diese Beschränkungen zu umgehen“ und sei „darin mittlerweile sehr versiert“.

Trump droht Iran mit „Wirtschaftskrieg“

Angesichts der stockenden Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump einen beispiellosen „Wirtschaftskrieg“ gegen den Iran angekündigt. Es werde sich um „die vernichtendste Wirtschaftsoperation“ aller Zeiten handeln, schrieb er am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Zudem drohte Trump jedem Land, das den Iran unterstütze oder mit ihm Geschäfte mache, mit „enormen“ Strafmaßnahmen.

„Heute kündige ich die vernichtendste Wirtschaftsoperation an, die je gegen ein Land ausgeführt wurde“, hieß es in der mit vielen Großbuchstaben versehenen Erklärung von Trump. „Dies wird ein Wirtschaftskrieg und eine Isolation in beispiellosem Ausmaß sein.“

Inflationssorgen in der Fed nehmen zu – Trump will Zinssenkung

Die Sorgen über die Inflation haben auf der Juli-Sitzung der US-Notenbank Fed zugenommen. Daher waren mehrere Währungshüter bereit zu einer Anhebung der Zinsen, wie aus dem am Mittwoch vorgelegten Protokoll des Treffens hervorgeht. Demnach sagten viele der Notenbanker bei der Juli-Sitzung, eine Anhebung der Kreditkosten werde notwendig, falls die Inflation nicht auf das Ziel der US-Notenbank von zwei Prozent sinke. Auf der Sitzung am 28. und 29. Juli hatte die Fed den Leitzins in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen. Drei der zwölf stimmberechtigten Mitglieder stimmten jedoch für eine Anhebung um einen Viertelprozentpunkt. Die Befürworter einer Erhöhung sagten demnach, dass der Preisdruck breit angelegt erscheine. Daher müsse der für die Geldpolitik zuständige Ausschuss eine restriktivere Haltung einnehmen. Sonst bestehe die Gefahr „einer steileren und potenziell kostspieligeren Abfolge von Straffungsmaßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt“.

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