
Pia Opitz, Frank Wiedenhöfer, Nils Wieduwildt zeigen sich sehr zufrieden. Foto: SV 13
SV Gladbeck 13 mit starken Ergebnissen in Duisburg
Gladbeck – 20.08.2026 – Der SV Gladbeck 13 hat beim Ironman 70.3 Duisburg für starke Schlagzeilen gesorgt. Gleich zwölf Aktive des Vereins gingen am vergangenen Sonntag an den Start.
Auf dem Programm standen 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und ein Halbmarathon über 21,1 Kilometer. Nach der Hitzewoche sorgte Regen in der Nacht zuvor für angenehme Bedingungen.
Am Ende holte der SV Gladbeck 13 den zweiten Platz in der Tri-Club-Mannschaftswertung. Dazu kamen mehrere Altersklassensiege und sogar zwei neue Streckenrekorde.
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Pia Opitz ist schnellste Frau im gesamten Feld
Das größte Ausrufezeichen setzte Pia Opitz. Sie gewann ihre Altersklasse W25 und siegte zugleich bei den Frauen im gesamten Teilnehmerfeld.
Opitz benötigte nur 4:26:42 Stunden. Damit stellte sie außerdem einen neuen Streckenrekord in ihrer Altersklasse auf. Für die Athletin war es der erste Sieg bei einem Ironman 70.3.
Den Grundstein legte Opitz auf dem Rad. Dort fuhr sie die schnellste Zeit aller Frauen. Beim Laufen musste sie allerdings kämpfen. Sie hatte ihre Gelflasche vergessen und bekam zwischenzeitlich Krämpfe.
Trotzdem baute sie ihren Vorsprung weiter aus. Am Ende lag sie fast fünf Minuten vor der Konkurrenz.
„Für meinen ersten 70.3-Sieg hätte ich mir kein besseres Rennen vorstellen können“, sagte Opitz.
Frank Wiedenhöfer holt ebenfalls einen Streckenrekord
Auch Frank Wiedenhöfer überzeugte in Duisburg. Er gewann die Altersklasse 60. Außerdem stellte er in 4:38:02 Stunden einen neuen Streckenrekord in seiner Altersklasse auf.
Bereits beim Schwimmen zeigte Wiedenhöfer seine Stärke. Für die 1,9 Kilometer benötigte er im Neoprenanzug nur 28 Minuten. Damit erreichte er die 31. beste Schwimmzeit aller Männer.
Auf dem Rad fuhr er im Schnitt rund 39 km/h. Dadurch ging er mit einem Vorsprung von etwa acht Minuten auf die Laufstrecke.
Diesen Vorsprung brachte Wiedenhöfer sicher ins Ziel.
„Ich bin super zufrieden – mein erster Altersklassensieg bei einem 70.3, und das gleich mit Streckenrekord“, freute er sich.
Nils Wieduwildt läuft starke Bestzeit
Auch Nils Wieduwildt zeigte in der Altersklasse 25 eine starke Leistung. Er kam nach 4:03:59 Stunden ins Ziel. Damit stellte er eine persönliche 70.3-Bestzeit auf.
Wieduwildt wurde Dritter seiner Altersklasse. Besonders stark war seine Laufleistung. Mit 1:19:09 Stunden erzielte er die schnellste Laufzeit seiner Altersklasse.
Auf dem Rad verlor er dagegen etwas Zeit. Eine zweiminütige Zeitstrafe wegen einer Windschattensituation kam hinzu. Außerdem lösten sich seine Auflieger.
Sein Ziel für die Zukunft steht trotzdem fest. „Die sub 4 Stunden fallen dann nächstes Jahr“, kündigte Wieduwildt an.
Fünf SV-13-Aktive starten bei der WM in Nizza
Für fünf Athletinnen und Athleten geht es nach dem Rennen in Duisburg direkt weiter. Pia Opitz, Frank Wiedenhöfer, Nils Wieduwildt, Birgit Zuddas und Giuseppe Zuddas starten bei der Ironman-70.3-Weltmeisterschaft in Nizza.
Die WM findet am 12. und 13. September statt. Das Ticket dafür hatten die fünf bereits im vergangenen Jahr in Duisburg gelöst.
Birgit Zuddas verbesserte sich in allen drei Disziplinen. Trotz Trainingsrückstands beim Laufen erreichte sie in 5:35:17 Stunden den fünften Platz in der Altersklasse 55.
Besonders freute sie sich über die Unterstützung des Vereins. „Die Stimmung in Duisburg war super, vor allem durch die vielen Vereinskolleginnen und -kollegen, die einen nach vorne geschrien haben“, berichtete sie.
Auch ihr Mann Giuseppe Zuddas sorgte für eine besondere Geschichte. Nur vier Monate nach einer Knie-Operation ging er in Duisburg an den Start. Seit Januar hatte er lediglich 170 Laufkilometer trainiert.
Eigentlich wollte er nur schwimmen und Rad fahren. Am Ende absolvierte er jedoch die komplette Laufstrecke. Mit einer Zeit von 4:50:46 Stunden schaffte er es in die Top Ten seiner Altersklasse.
Die in Duisburg vergebenen Startplätze für die WM 2027 in den USA nahm kein Vereinsmitglied an.
Internationales Wasserballturnier des SV Gladbeck 13 im Freibad
Starke Debüts über die Mitteldistanz
Für mehrere Aktive des SV Gladbeck 13 war Duisburg die erste Mitteldistanz. Alle meisterten ihre Premiere erfolgreich.
Anne Gonschorek kam nach 5:30:39 Stunden ins Ziel. Besonders beim Radfahren überzeugte sie. Zudem blieb sie deutlich unter ihrer eigenen Zeitprognose. „Die Stimmung an der Strecke war einfach unglaublich, die Zuschauer haben mich wirklich über die Strecke getragen“, sagte Gonschorek.
Auch Alexander Herbrecht feierte ein gelungenes Debüt. Der Neueinsteiger im Triathlonsport benötigte 5:21:00 Stunden.
Kevin Schön blieb ebenfalls unter seinem persönlichen Ziel. Er kam nach 5:28:42 Stunden ins Ziel. Damit unterbot er sowohl die angepeilten sechs Stunden als auch die Marke von 5:30 Stunden.
„Neben dem super organisierten Event fand ich vor allem den Zusammenhalt im Verein klasse, gerade unter den Neuen“, lobte Schön.
Anna Wolthaus bleibt unter sechs Stunden
Auch Anna Wolthaus erfüllte ihr Ziel. Sie benötigte 5:54:39 Stunden und blieb damit unter sechs Stunden.
Auf dem Weg ins Ziel konnte sie viele Tipps ihrer Vereinskollegen umsetzen. Zudem half ihr die Unterstützung an der Strecke. „Die Gänsehautmomente durch das Anfeuern waren einfach unglaublich“, berichtete Wolthaus.
Ein besonderer Moment kam für sie bereits vor dem Start. Am Rennmorgen erhielt sie die Nachricht, dass kein Neoprenverbot galt.
Erfahrung und neue Gesichter beim SV Gladbeck 13
Zum Gladbecker Aufgebot gehörten auch erfahrene Triathleten. Michael Walter ist eigentlich auf der Langdistanz unterwegs. In Duisburg absolvierte er bereits seinen zweiten Ironman-Wettkampf des Jahres.
Nach 5:28:11 Stunden erreichte er sowohl in seiner Altersklasse als auch in der Gesamtwertung die erste Hälfte des Feldes. Beim Radfahren teilte er seine Kräfte bewusst ein. So wollte er den Halbmarathon unter zwei Stunden laufen. Das gelang ihm.
Auch Jutta-Verena Schulze ging für den SV Gladbeck 13 an den Start. Die neue Vereinsathletin kam nach 6:33:32 Stunden ins Ziel.
Sina Willems war ebenfalls in Duisburg dabei. Sie erreichte eine Zeit von 5:01:10 Stunden. Dabei startete sie allerdings unter der Fahne ihres Heimatvereins.
SV Gladbeck 13 überzeugt als Team
Am Ende durfte der SV Gladbeck 13 gleich mehrfach jubeln. Zwei Streckenrekorde, mehrere Altersklassensiege und starke Debüts zeigen die Breite des Teams.
Dazu kam der zweite Platz in der Tri-Club-Mannschaftswertung.
Damit hat der SV Gladbeck 13 beim Ironman 70.3 Duisburg ein starkes Zeichen gesetzt. Für fünf Vereinsmitglieder geht die Saison zudem in Nizza weiter. Dort wartet im September die nächste große Herausforderung bei der Weltmeisterschaft.