
AUDIO: Neue Ausstellungen in Halle, Dresden und Weimar (4 Min)
Sonderausstellungen
Stand: 20.08.2026 10:52 Uhr
Sachsen-Anhalts Museen zeigen eine Vielzahl beeindruckender Sonderausstellungen. Halle widmet sich der farbenfrohen Zukunft des Wohnens der 60er-Jahre, zeigt Stadtansichten von Helga Paris in Schwarz-Weiß und rückt den Avantgardisten Edmund Kesting in den Fokus. In Magdeburg geht es um Kunst und die aktuelle Weltlage und in Quedlinburg widmet man sich der Kunst ostdeutscher Frauen. Das sind nur einige der Ausstellungen, die Sie nicht verpassen sollten. Unsere Highlights mit allen wichtigen Service-Infos:
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Aschersleben
„Feine Herrschaft“: Neo Rauch meets Jonathan Meese | bis 25. April 2027
Seit ungefähr 20 Jahren kennen sich Neo Rauch, Star der Neuen Leipziger Schule, und Aktionskünstler Jonathan Meese. So war es auch nur eine Frage der Zeit, bis Neo Rauch das Enfant terrible nach Aschersleben einlädt. In seiner Grafikstiftung stellt Neo Rauch regelmäßig mit befreundeten Kunstschaffenden aus.

In der Ausstellung „Feine Herrschaften“ zeigen die beiden insgesamt 60 neue Werke. Meese präsentiert beispielsweise expressive Acrylbilder, die sich hauptsächlich um das Verhältnis zur einen Mutter drehen. Im Zentrum stehen auch zwei Werke, die beide Künstler zusammen geschaffen haben: Das Bild mit dem kryptischen Titel „Empfangsvolker“ ist ein Doppelporträt, auf dem ein mit feinen Strichen gemalter Jonathan Meese mit einem Maschinengewehr auf einen übergroßen Schädel zielt. Es ist ein Sinnbild für die gesamte Ausstellung.
„Feine Herrschaft. Jonathan Meese und Neo Rauch“
30. Mai 2026 bis 25. April 2027
Adresse:
Grafikstiftung Neo Rauch
Wilhelmstraße 21-23
06449 Aschersleben
Öffnungszeiten:
März bis Oktober: Mittwoch bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr
November bis Februar: Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 16 Uhr
Eintritt:
8 Euro, ermäßigt: 6 Euro
freier Eintritt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr
Dessau-Roßlau
Werke von Fritz Winter | bis 9. August 2026
Zum 50. Todestag von Fritz Winter erinnert die Anhaltische Gemäldegalerie an einen der bedeutendsten Bauhausschüler. Die Ausstellung zeichnet seinen Weg von der Studienzeit in Dessau bis zu seinem Durchbruch als einer der prägenden Künstler der Nachkriegsmoderne nach.

„fritz winter. bauhausmaler“
Rund 50 Werke zeigen, wie die Jahre am Bauhaus sein Schaffen beeinflussten und den Grundstein für seinen späteren Erfolg legten. Zugleich wirft die Schau einen Blick auf die enge Verbindung zwischen Winter und Dessau: Bereits 1928 erwarb die Anhaltische Gemäldegalerie als erstes Museum überhaupt ein Gemälde des damals noch jungen Künstlers.
fritz winter. bauhausmaler
vom 19. Juni bis 9. August 2026
Adresse:
Orangerie am Georgium
Puschkinallee 100
06846 Dessau
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Montag von 10 bis 18 Uhr
Dienstag geschlossen
Eintritt:
Erwachsene: 8,50 Euro, Abendticket (1h vor Schließung): 4 Euro, Ermäßigt: 5,50 Euro
Barrierefreier Zugang
Schon ab dem Eingang sind über einen Aufzug alle drei Ausstellungsebenen im Schloss Georgium barrierefrei erreichbar. Für den barrierefreien Zugang in das Gebäude melden Sie sich bitte an der Gegensprechanlage links neben dem Eingang des Museums.
Bauhaus und das Bauen der Zukunft | bis 27. September 2026
Dessau ist Bauhausstadt – und zwar schon seit 100 Jahren. 1926 zog die Kunsthochschule von Walter Gropius von Weimar nach Dessau. In der Stadt wird das groß gefeiert, unter anderem mit einer Doppelausstellung. Im ersten Teil geht es unter dem Titel „Glas | Beton | Metall“ um die wichtigen Baumaterialien in den Entwürfen des Bauhauses.

Die Ausstellung zeigt, was alles damit geschaffen werden konnte, von Fassaden bis Inneneinrichtung, und welche Philosophien dahinterstanden. Es wird aber auch klar, dass die Ideen nicht so zukunftsträchtig sind, wie das Bauhaus damals dachte. Die zweite Ausstellung ist daher eine Art Weiterentwicklung: Im ehemaligen Kaufhaus Zeeck ist eine Art Baustelle aufgebaut, wo nun mit nachhaltigen Materialien gebaut wird.
„Glas | Beton | Metall“
Sonderausstellung vom 28. März 2026 bis 10. Januar 2027
Adresse:
Bauhausgebäude
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau
Öffnungszeiten:
März bis Oktober: Montag bis Sonntag, von 10 bis 17 Uhr
November bis Februar: Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 17 Uhr
„Algen | Schutt | CO2″
Sonderausstellung vom 28. März bis 27. September 2026
Adresse:
Kaufhaus Zeeck
Kavalierstraße 72
06844 Dessau-Roßlau
(Zugang über Restaurant LOU)
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 18 Uhr
Eintritt:
Bauhausgebäude: 14 Euro, ermäßigt: 8 Euro
Kaufhaus: 10 Euro, ermäßigt: 6 Euro
Kombiticket: 29 Euro, ermäßigt: 19 Euro
Halle
„Edmund Kesting. Avantgardist. Die Entdeckung“ | bis 25. Oktober 2026
Maler, Fotograf, Grafiker, Visionär: Edmund Kesting gehörte zu den vielseitigsten Künstlern der Moderne und blieb doch lange weitgehend unbeachtet. Das Kunstmuseum Moritzburg Halle widmet ihm nun eine umfassende Retrospektive. Rund 200 Werke laden dazu ein, einen Künstler neu zu entdecken, der mit Collagen, experimenteller Fotografie und Malerei immer wieder Grenzen überschritt.

Edmund Kesting hat sich in seinen Fotografien auch selbst verewigt.
Zugleich zeigt die Ausstellung, wie seine Karriere durch den Nationalsozialismus und später auch in der DDR ausgebremst wurde. So entsteht das Porträt eines Avantgardisten, dessen Werk heute wieder neu betrachtet wird.

„Edmund Kesting. Avantgardist“
Edmund Kesting. Avantgardist.
Die Entdeckung
vom 2. August bis 25. Oktober 2026
Adresse:
Kunstmuseum Moritzburg
Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle
Öffnungszeiten:
Täglich von 10 bis 18 Uhr,
Mittwoch geschlossen
Eintritt:
Erwachsene: 8 Euro, Ermäßigter: 5 Euro
„PURe Visionen“: Wohnen der Zukunft | bis 1. November 2026
Wie sah die Zukunft des Wohnens vor 60 Jahren aus? Die Ausstellung „PURe Visionen“ widmet sich den Möbeln aus Polyurethan (PUR), die in den 1960er-Jahren sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland für Aufsehen sorgten.

Knallige Farben, futuristische Formen und ein Werkstoff, der die Wohnwelten der Zukunft prägen sollte: Die Ausstellung „PURe Visionen“ widmet sich den Möbeln aus Polyurethan (PUR).
Die Schau erzählt von den Verbindungen zwischen Chemie, Design, Politik und Konsum und zeigt, warum die Herstellung von PUR-Möbeln in der DDR sogar zur Staatsaufgabe wurde. Gleichzeitig schlägt sie den Bogen in die Gegenwart und stellt Fragen nach Nachhaltigkeit, Wiederverwertung und dem Umgang mit Kunststoffen.

PURe Visionen
Kunststoffmöbel zwischen Ost und West
Sonderausstellung vom 19. Juni bis 1. November 2026
Adresse:
Stadtmuseum Halle | Druckerei
Große Märkerstraße 10
06108 Halle (Saale)
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag , Feiertage, 10 bis 17 Uhr
Montag und Dienstag geschlossen
Eintritt:
Erwachsene: 5 Euro, Schüler*innen, Studierende, Azubis: 3 Euro, Kinder bis 14 Jahre Eintritt frei
Weitere Informationen auf der Webseite des Stadtmuseums.
Helga Paris. Häuser und Gesichter. Halle 1983–85 | bis 20. September 2026
Anfang der 1980er-Jahre folgte Helga Paris auf Anregung von Arno Fischer dem Impuls, die DDR-Stadt Halle in der sozialdokumentarischen Tradition der amerikanischen Fotografie der 1930er-Jahre zu erfassen. Ihre Serie „Häuser und Gesichter“ (1983–1985) verschränkt poetisch-dokumentarische Stadtaufnahmen mit eindringlichen Porträts und zeichnet das Bild einer von Verfall geprägten Altstadt.

Helga Paris: aus der Serie: Häuser und Gesichter. Halle 1983–85.
Die geplante Ausstellung 1986 scheiterte an der politischen Zensur, da die Arbeiten unbeabsichtigt städtische Planungen infrage stellten. Auch spätere Präsentationsversuche wurden verhindert, während Konstanze Göbel mit „Halle im Umbruch“ (1987–1989) ein offizielles Gegenprojekt realisierte.

„Helga Paris. Häuser und Gesichter. Halle 1983–85“
Erst 1990 gelang die öffentliche Präsentation von Paris’ Fotografien. Heute gilt ihr Halle-Zyklus, unter anderem durch das Buch „Diva in Grau“, als ein herausragendes Zeugnis der deutschen Fotogeschichte. Neben den Originalabzügen dokumentiert umfangreiches Archivmaterial die kulturpolitisch bewegte Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte der Serie. Im Vergleich mit der Gegenwart wird die bemerkenswerte Entwicklung des Stadtbildes nachvollziehbar – von der „Diva in Grau“ zur „Diva in Grün“.
„Helga Paris. Häuser und Gesichter. Halle 1983–85“
12. Juni bis 20. September 2026
Adresse:
Kunstmuseum Moritzburg Halle
Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle
Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Dienstag: 10 bis 18 Uhr
Mittwoch geschlossen
Neue Erkenntnisse zur „Schamanin von Bad Dürrenberg“ | bis 1. November 2026
Das Grab der „Schamanin von Bad Dürrenberg“ gilt in Mitteldeutschland heute als archäologische Sensation. 80 Jahre nach dem Fund veröffentlicht das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle nun neue Erkenntnisse dazu – und zeigt sie in der Sonderausstellung „Die Schamanin“.

Zum Start der Ausstellung „Die Schamanin“ veröffentlicht das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle neue Erkenntnisse zu ihrem Steinzeitgrab.
Rätsel gibt auf, dass in dem mittelsteinzeitlichen Grab einer Frau neben den Überresten eines Säuglings auch die Wirbelknochen zweier Jungen gefunden wurden. Die Ausstellung im Landesmuseum für Vorgeschichte thematisiert außerdem Schamanismus und steinzeitliche Spiritualität.

„Die Schamanin“
27. März – 1. November 2026
Adresse
Landesmuseum für Vorgeschichte
Richard-Wagner-Straße 9
06114 Halle
Öffnungszeiten:
Montag geschlossen
Dienstag bis Freitag: 9 bis 17 Uhr
Samstag und Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Eintritt:
5 Euro, ermäßigt 3 Euro
Magdeburg
Kunst über Krieg: „Das geteilte Jetzt“ | bis 6. September 2026
Und plötzlich geht es wieder um Wehrtauglichkeit, Musterung und Aufrüstung. In den vergangenen Jahren hat sich die Weltlage massiv verändert, nachdem Russland die Ukraine überfallen hat und der Nahostkonflikt wieder stark angeheizt wurde. Im Kunstmuseum Magdeburg sind nun verschiedene Kunstwerke ausgestellt, die sich mit der aktuellen Lage auseinandersetzen, ohne Nachrichtenbilder zu reproduzieren.

Da gibt es unter anderem großformatige Bilder von ukrainischen Kindern, die aus russischer Hand befreit werden konnten. Eine Fotoserie zeigt einen Friedwald in Erinnerung an gefallene Soldaten. Eine Installation aus Pflanzen greift Symbole von Revolutionsgruppen auf – ein Zeichen für die Zukunft.
„Das geteilte Jetzt. The shared Now“
28. April bis 6. September 2026
Adresse:
Kunstmusem Magdeburg
Regierungsstr. 4–6, 39104 Magdeburg
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr
Sonnabend und Sonntag 10 bis 18 Uhr
Montags geschlossen
Eintritt:
8 Euro, ermäßigt: 4 Euro
„Neuigkeiten von Gestern“ | bis 31. Dezember 2027
Das für 2027 geplante „Festival der Moderne“ in Magdeburg nimmt Fahrt auf. Ein erster Beitrag ist eine Sonderausstellung im Forum Gestaltung in Kooperation mit dem Bauhaus Dessau. In „Neuigkeiten von Gestern“ wird auf die weltweit wahrgenommene Deutsche Theaterausstellung 1927 geblickt.

„Neuigkeiten von Gestern“
Damals entstanden etwa der Albinmüller-Turm, das Pferdetor und die Stadthalle, mit denen sich Magdeburg als Stadt der Moderne präsentierte. Eine Besonderheit der Ausstellung ist, dass sie als wachsende Installation verstanden wird und in den kommenden Jahren weiter wachsen soll.
„Neuigkeiten von Gestern“
28. August 2025 bis 31. Dezember 2027
Forum Gestaltung
Brandenburger Straße 9-10
39104 Magdeburg
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag: 14 bis 18 Uhr
Eintritt:
frei
Quedlinburg
„Frauen sind …!“ | bis 11. Januar 2027
Im Museum Lyonel Feininger in Quedlinburg widmet sich die Ausstellung „Frauen sind …!“ der Darstellung von Frauen aus weiblicher Perspektive. Zu sehen sind Werke ostdeutscher Künstlerinnen verschiedener Generationen – darunter Gemälde, Keramik, Bronzeplastiken, Grafiken und Scherenschnitte.

Die Schau setzt sich mit weiblichen Rollenbildern, Erfahrungen und Zuschreibungen auseinander und lädt ausdrücklich zur Diskussion ein. Vertreten sind unter anderem Tanja Pohl, Grita Götze, Kerstin Grimm, Kat Menschik und Luise Neupert.

„Frauen sind…!“
20. August 2026 bis 11. Januar 2027
Adresse:
Museum Lyonel Feininger
Schlossberg 11
06484 Quedlinburg
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Montag: 10 bis 18 Uhr
Eintritt:
regulär 9 Euro, ermäßigt 6 Euro
Weißenfels
Eigentlich stellt der israelische Schuh-Designer Kobi Levi in Städten wie New York aus. Jetzt sind seine spektakulären Kreationen in der Ausstellung „everlasting – timeless footwear“ im Museum Weißenfels im Schloss Neu-Augustusburg zu sehen. Immerhin kann die Stadt auf eine lange Schuhgeschichte zurückblicken – und das Museum verfügt über eine der bedeutendsten Schuhsammlungen in Europa.
Gezeigt werden etwa High Heels, die Levi für die Bühnenshow von Pop-Megastar Lady Gaga gestaltet hat, aber auch Exponate aus dem Museumsbestand. So soll die globale Bedeutung des Schuhdesigns in Vergangenheit und Gegenwart beleuchtet werden. Schuh-Fans dürfen manche der Ausstellungsstücke sogar anprobieren.
„everlasting – timeless footwear“
17. August 2025 bis 10. Januar 2027
Adresse:
Museum Weißenfels im Schloss Neu-Augustusburg
Stadt Weißenfels
Zeitzer Straße 4
06667 Weißenfels
Öffnungszeiten:
April bis September:
Dienstag bis Sonntag: 10 und 17 Uhr
Oktober bis März:
Dienstag bis Freitag: 10 bis 16 Uhr
Samstag und Sonntag: 11 bis 17 Uhr
Eintritt:
regulär 6 Euro, ermäßigt 4 Euro
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