Die Ruhrtriennale soll nach Worten ihres Intendanten Ivo Van Hove nicht nur eine Veranstaltung „für die Elite, die ‚happy few’“ sein, sondern „so viele verschiedene Menschen wie möglich“ erreichen. „Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich ein Festival für alle will“, sagte Van Hove am Donnerstag zum Start der Ruhrtriennale im „Morgenecho“ auf WDR5. Das spartenübergreifende Kulturfestival eröffnet am Donnerstagabend mit der Premiere des von Van Hove inszenierten Musiktheater-Stücks „Rebel Rebel“ mit Songs von David Bowie.

Wichtig sei ihm auch, dass es bei den Veranstaltungen nicht nur um Entertainment gehe, sagte der Ruhrtriennale-Intendant. Ziel sei es, „dass man mit Fragen nach Hause gehen kann“. Die Vorstellungen sollten nicht belehrend sein, „aber Türen öffnen, um neu zu denken“. Als Besonderheit des Festivals hob Van Hove die Spielstätten in ehemaligen Industriehallen hervor. „Das ist inspirierend, dort etwas zu machen, und auch eine Herausforderung.“

Fast 120 Veranstaltungen in vier Wochen

Die diesjährige Festivalausgabe ist turnusmäßig die letzte unter der Intendanz von Van Hove. Bis zum 20. September stehen unter dem Motto „Longing for Tomorrow“ insgesamt 30 Produktionen und Projekte sowie 119 Veranstaltungen in Bochum, Duisburg, Essen, Dortmund und Gladbeck auf dem Programm. Zu den Highlights gehören den Angaben zufolge unter anderem die Musiktheaterproduktion „Emily – No Prisoner Be“ mit Joyce DiDonato und die vierstündige Performance „Balkan Erotic Epic“ von Marina Abramović.

Bei dem Festival stehen insgesamt rund 600 Künstlerinnen und Künstler aus 45 Ländern auf den Bühnen der elf verschiedenen Spielstätten im Ruhrgebiet. Dazu zählen etwa die Jahrhunderthalle Bochum, der Landschaftspark Duisburg-Nord oder die Maschinenhalle Zweckel in Gladbeck.