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Nürnberg/Southampton – Ende Mai berichtete BILD, dass die Spionage-Affäre um den FC Southampton auch den 1. FC Nürnberg erreicht hat. Hintergrund: Nachdem ein Funktionär des englischen Zweitligisten vor dem Spiel gegen den FC Middlesbrough (2:1) heimlich das Training des Gegners gefilmt hatte, schloss der englische Fußballverband EFL das Team um Ex-Club-Star Caspar Jander (23) von den Aufstiegs-Playoffs aus.

Problem für Nürnberg: Der FCN hätte bei einem Premier-League-Aufstieg der Südengländer eine Million Euro Transfer-Nachschlag für Jander (wechselte 2025 für zwölf Millionen) erhalten. Nürnbergs Sport-Boss Joti Chatzialexiou (50) erklärte daraufhin, dass man „rechtliche Schritte prüfen wolle“. Bisher aber noch ohne Ergebnis!

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Auf BILD-Nachfrage erklärte Chatzialexiou am Freitag: „Wir lassen unsere möglichen Ansprüche nach wie vor sauber durch unsere Anwälte prüfen. Aufgrund dessen, dass der Sachverhalt nicht verjährt, haben wir keinen akuten Zeitdruck.“ Wie BILD erfuhr, wollen sich die Franken mit diesem Thema nach dem Ende der Transferphase noch einmal intensiver beschäftigen. Interessant dürfte dabei sein, ob bis dahin auch andere Klubs, Berater oder Spieler mit einer Klage gegen Southampton Erfolg haben.

Kehrt Jander nach Deutschland zurück?

Wie BILD berichtete, hatten direkt nach dem Play-off-Ausschluss einige Top-Spieler des FC Southampton eine Sammelklage gegen ihren eigenen Klub angekündigt. Dabei sollte geprüft werden, ob man einen Aufstiegsbonus von rund 170.000 Euro pro Spieler einklagen könne. Hintergrund: Nach dem Premier-League-Abstieg 2025 akzeptierten einige Top-Spieler Gehaltskürzungen von bis zu 40 Prozent. Die versprochene Aufhebung dieser Kürzungen wurde durch den mutwillig verpatzten Aufstieg wieder zunichtegemacht.

Nach BILD-Informationen soll bisher aber noch keine einzige Klage gegen Verantwortliche des FC Southampton eingereicht worden sein. Und dennoch könnte Jander noch im August die Kassen des FCN klingeln lassen. Der Mittelfeldspieler steht weiter bei mehreren deutschen Spitzenklubs (u.a. VfB Stuttgart, Leipzig) auf der Liste. Nürnberg würde durch eine vereinbarte Weiterverkaufsbeteiligung an der Ablöse partizipieren.