Es ist ein besonderer Glücksfall, wenn ein lesenswertes Buch von einer Autorin vorgetragen wird, die tatsächlich lesen kann – im Sinne eines fesselnden und mitnehmenden Vortrags, der einen packt, emotionalisiert und in die Geschichte hineinzieht. Nora Gomringer ist so ein Glücksfall. Kein Wunder, mischte sie doch von 2001 bis 2006 in der Poetry-Slam-Szene mit, einem Genre, in dem selbst geschriebene Lyrik vorgetragen wird und das besonders von der Qualität des Sprechens lebt.