Neben gut ausgebildeten Einsatzkräften ist für eine gut funktionierende Feuerwehr auch ein modernes Equipment wichtig. Dazu hat die Stadt bereits in den vergangenen Jahren Modernisierungen beim Fuhrpark vorgenommen. Nun konnten gleich zwei neue Fahrzeuge offiziell bei Feuerwehr und Rettungsdienst in Dienst gestellt werden, wie die Freiwillige Feuerwehr Wülfrath mitteilt. Dabei handelt es sich um zwei Spezialfahrzeuge.

Bürgermeister Sebastian Schorn übergab gemeinsam mit dem Ersten Beigeordneten, Torsten Rekindt, die beiden Fahrzeuge an die Einsatzkräfte. An der Übergabe nahmen der Amtsleiter Feuerwehr und Rettungsdienst, Florian Gerstacker, der stellvertretende Leiter der Kinderfeuerwehr, Carsten Timme, sowie fünf Mitglieder der Kinderfeuerwehr mit einer Betreuerin teil. Denn eines der Fahrzeuge kommt für die Jüngsten zum Einsatz.

Neues Fahrzeug für Kinderfeuerwehr mit E-Antrieb

Für die Kinderfeuerwehr steht künftig ein Ford E-Transit Custom Trend zur Verfügung. „Das neunsitzige Mannschaftstransportfahrzeug wurde mit Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und zugleich besonders kostengünstig als sechs Monate altes Vorführfahrzeug angeschafft. Dank der Projektförderung Kinderfeuerwehr des Landes NRW konnte die Beschaffung größtenteils durch Fördergelder finanziert werden. Von den rund 62.000 Euro Anschaffungskosten übernahm das Land 48.000 Euro“, erklärt die Feuerwehr. Es sei zudem das erste vollelektrische Fahrzeug im Fuhrpark der Feuerwehr Wülfrath, womit auch die Brandbekämpfer ihren Beitrag dazu leisten, dass Wülfrath dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045 ein Stück näherkommt.

Dafür wird der neue Mannschaftswagen genutzt

Neben den regelmäßigen Gruppenzusammenkünften soll der E-Transit vor allem für Ausflüge, Wanderungen und Informationsbesuche der Kinderfeuerwehr genutzt werden. Das Fahrzeug biete Platz für neun Personen, verfüge über geeignete Kindersitze und eine geringe Einstiegshöhe. „Der 160 kW starke Elektroantrieb ermöglicht eine Reichweite von bis zu 365 Kilometern“, so die technischen Angaben.

Spezialfahrzeug für den Rettungsdienst

Zudem gibt es ein neues Fahrzeug für den Rettungsdienst, das durch seine besondere Optik direkt ins Auge fällt: Das „Utility Task Vehicle (UTV)“ ist ein hochgeländegängiges Allradfahrzeug vom Typ ODES Workcross 1000 ABS speziell für den Einsatz im eher unwegsamen Gelände. Dank kompakter Bauweise, Allradantrieb und großer Bodenfreiheit kann es auch steile Hänge, dichte Wälder oder schmale und unbefestigte Wege erreichen. „Verletzte können damit schnell und sicher aus schwer zugänglichem Gelände bis zur nächsten erreichbaren Straße, zu einem Rettungswagen oder zu einem geeigneten Übergabepunkt für den Transport per Hubschrauber gebracht werden“, erklärt die Feuerwehr die Funktion des Spezialfahrzeugs.

Erster Einsatz ist bereits erfolgt

„Den ersten Einsatz im Gelände hatte das Fahrzeug bereits vor wenigen Tagen. Eine verletzte Person wurde damit aus einem Waldstück gerettet, das mit einem Rettungstransportwagen oder Großfahrzeug nicht befahrbar gewesen wäre“, berichtet die Feuerwehr. Das 68,5 kW starke, dreisitzige Fahrzeug ist mit dem Modul „Transporthilfe Rettungsdienst“ ausgestattet. Dazu gehören eine teilbare Schleifkorbtrage für den Patiententransport sowie ein integrierter Sitz für Begleitpersonal, der eine Versorgung während des Transports ermöglicht. Bei einer Länge von etwas mehr als drei Metern verfügt es über eine Bodenfreiheit von 33 Zentimetern. Zur Ausstattung gehören unter anderem eine Selbstbergungswinde, Unterfahrschutz und LED-Arbeitsleuchten.