Ein Hammerprogramm gleich zum Auftakt: Für die Handballer von Interaktiv Düsseldorf beginnt die neue Saison in der 3. Liga Süd-West mit fünf Spielen, die es in sich haben. Zum Auftakt geht es am Samstag (19.30 Uhr) zum Zweitliga-Absteiger HSG Krefeld. Danach folgen drei Heimspiele gegen Mannschaften aus der Spitzengruppe der vergangenen Saison, ehe die Düsseldorfer bei der HG Saarlouis antreten.

Viel härter kann der Einstieg kaum sein. „Abtasten“ oder langsam in die Saison finden? Für Interaktiv wird das kaum möglich sein. Bereits in Krefeld wartet eine Mannschaft, die nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga den direkten Weg zurück anstreben dürfte. Eine Woche später gastiert mit der HSG Hanau der erste Hochkaräter in Düsseldorf. Es folgen der Longericher SC und der TV Gelnhausen, ehe mit der Partie in Saarlouis die anspruchsvolle erste Etappe endet.

Fünf Standortbestimmungen

Fünf Spiele, fünf echte Standortbestimmungen – und die Chance, früh zu zeigen, dass der starke achte Platz aus der vergangenen Saison keine Eintagsfliege war. Nach dem Wiederaufstieg hatte sich Interaktiv in der 3. Liga auf Anhieb etabliert und die Klasse souverän gehalten. Nun geht es darum, diesen Schritt zu bestätigen und sich möglichst früh ein Polster für die weitere Saison zu verschaffen.

Testspielsiege gegen Drittligisten

Die Vorbereitung verlief dabei nach den Vorstellungen der Verantwortlichen. In einem viertägigen Trainingslager arbeitete die Mannschaft intensiv an den Grundlagen für die neue Spielzeit. Zwei Testspiele gegen die Drittligisten Wilhelmshaven (35:32) und Aurich (37:28) wurden gewonnen. Die eigentlich geplante Generalprobe gegen Eintracht Hagen II fiel kurzfristig aus, weil der Gegner absagte. Als Ersatz geht es nun nach Bielefeld zum Drittligisten Altenhagen-Heepen.

Auch beim Kader setzt Interaktiv auf eine Mischung aus Erfahrung, jungen Talenten und Entwicklungspotenzial. Mit Torhüter Mats Haberkamp kam zuletzt ein 21-Jähriger von GWD Minden II. Besonders deutlich wird der eingeschlagene Weg aber bei den fünf Eigengewächsen Frederik Waldbach, Nicolas Heinrichsmeyer, Lennart Schröder, Till Windeck und Noah Megale. Alle fünf erhalten Verträge für die erste Mannschaft und sollen nach ihren ersten Einsätzen in der vergangenen Saison nun dauerhaft im Drittliga-Kader Fuß fassen.

Perspektiven für den Nachwuchs

Gerade diese Nachwuchsarbeit soll ein wichtiger Bestandteil der Zukunft von Interaktiv sein. Der Verein will junge Spieler nicht nur ausbilden, sondern ihnen auch eine konkrete Perspektive im Männerbereich geben. Gleichzeitig muss die Mannschaft in der 3. Liga bestehen – und bekommt dafür gleich zum Saisonbeginn die denkbar anspruchsvollsten Aufgaben gestellt.

Nach dem Auftakt in Krefeld darf sich Interaktiv immerhin dreimal hintereinander vor eigenem Publikum beweisen. Am 5. September kommt Hanau, am 12. September Longerich, am 19. September Gelnhausen. Alle drei Begegnungen beginnen um 17.30 Uhr. Erst danach geht es am 26. September nach Saarlouis.

Standortbestimmung auf höchstem Niveau

Der Hammerauftakt ist damit Fluch und Chance zugleich. Wer gut aus diesen ersten fünf Spielen herauskommt, kann früh ein Ausrufezeichen setzen. Für Interaktiv beginnt die Saison jedenfalls nicht mit einem vorsichtigen Anlauf, sondern direkt mit einer Standortbestimmung auf höchstem Drittliga-Niveau.