Die Bauarbeiten beinhalten zwei Phasen. Beide haben Streckensperrungen, Umleitungen und Teilausfälle zur Folge, die sich auch stark auf Duisburg auswirken.

In der ersten Bauphase vom 4. September bis zum 9. Oktober konzentrieren sich die Arbeiten auf Oberleitungen in und um Mülheim an der Ruhr. Dafür muss die Strecke gesperrt werden.

Auf rund 2,5 Kilometern sollen die Oberleitungen erneuert werden – die neuen Maste dafür wurden bereits Anfang 2026 errichtet. Außerdem beginnt die Deutsche Bahn in diesem Zeitraum mit Vorarbeiten für eine neue Weichenverbindung in Mülheim-Heißen. Dabei wird auch gleich nach möglichen Fliegerbomben oder anderen Sprengkörpern im Boden Ausschau gehalten, heißt es. Und obendrein nutzt die Autobahn GmbH die Zeit, um an der Hardenbergbrücke auf der A40 zwischen Essen und Mülheim zu arbeiten.

Vom 4. September ab 21 Uhr, bis zum 9. Oktober um 21 Uhr sind im Nahverkehr die Bahnlinien RE 1, RE 2, RE 3, RE 6, RE 11, RE 42, RE 44, RB 32, RB 33, RB 35 sowie die S-Bahnlinien S 1 und S 3 betroffen. „Manche der Linien werden umgeleitet, teilweise entfallen die Linien auf Teilabschnitten“, schreibt die Bahn. Sie verspricht einen „umfangreichen Schienenersatzverkehr mit Bussen“. So soll es etwa für die Linien RE 1, RE 2 und RE 6 Schnellbusse zwischen Essen und Duisburg mit Zwischenhalt in Mülheim geben. Des Weiteren fahren Busse zwischen Duisburg, Oberhausen und Essen West, um die Teilausfälle der S 1 und S 3 zu kompensieren.

Wer in Duisburg mit ICE oder IC fahren möchte, wird wohl leer ausgehen. „In Duisburg Hbf halten während der Bauarbeiten nur noch einzelne Züge in Tagesrandlagen“, teilt die Bahn zum Thema Fernverkehr mit. Viele Züge werden während der ersten Bauphase großräumig umgeleitet, aber auch hier gibt es Teilausfälle.

Und wem die fünfwöchige Bauphase nicht reicht, der kann sich gleich auf die zweite direkt im Anschluss freuen. Diese läuft vom 9. bis zum 30. Oktober. Grund sind Um- und Ausbauarbeiten am Autobahnkreuz Kaiserberg. Dafür müssen auch die Bahngleise gesperrt werden, die unterhalb der Autobahn verlaufen.

Immerhin: Die DB nutzt die Sperrung gleich für eigene Arbeiten mit. So wird beispielsweise die Modernisierung der Eisenbahnbrücke über den Ruhrkanal zwischen Duisburg und Mülheim-Styrum fortgesetzt. Auch sollen Weichen erneuert und weitere Brücken instand gehalten werden, verrät die Bahn.

Am Duisburger Hauptbahnhof wird die Sperrung genutzt, um weiter am Hallendeck und der Überdachung an den Gleisen 10 und 11 zu arbeiten. Auch am Bahnsteig 2 (Gleis 3 und 4) wird weitergebaut. Außerdem sollen in Duisburg-Duissern die noch ausstehenden Alu-Elemente in der Schallschutzwand an der Eisenbahnüberführung über die Schweizer Straße ergänzt und letzte Restarbeiten durchgeführt werden. Achtung: Damit das klappt, wird die Schweizer Straße laut DB vom 10. bis zum 15. Oktober gesperrt.

Auch in der zweiten Bauarbeitsphase sind viele Linien betroffen, nämlich die RE 1, RE 2, RE 3, RE 5, RE 6, RE 11, RE 19, RE 42, RE 44, RB 32, RB 33, RB 35 sowie die S 1. Der Ersatzverkehr sieht so aus: Zwischen Essen und Duisburg fahren tagsüber alle fünf Minuten Schnellbusse – mit Zwischenhalt in Mülheim. Zwischen Oberhausen und Duisburg fahren alle zehn Minuten Busse, zwischen Mülheim-Styrum und Duisburg fahren Busse im Takt der ausfallenden S 1. Für die zweite Bauphase werden die neuen Fahrpläne derzeit allerdings noch erarbeitet, teilt die Bahn mit.

Und im Fernverkehr? Da entfallen – außer in der Nacht – in Duisburg wieder nahezu alle Halte.

Die genauen Details und Fahrpläne für die einzelnen Linien finden sich im Internet unter https://www.zuginfo.nrw/. Außerdem wird den Fahrgästen an den ersten Tagen der Bauarbeiten Personal am Duisburger Hauptbahnhof als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.