Newsblog zur US-Politik

Hegseth feuert Chef von populärer Militärzeitung

Aktualisiert am 21.08.2026 – 22:46 UhrLesedauer: 12 Min.

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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth in einer Ausschusssitzung. Er hat die Leitung eines populären Militärmagazins entlassen. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Andrew Thomas/imago)

Trump darf seinen Ballsaal weiterbauen. Der Chef einer Militärzeitung wird entlassen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

USA wollen UN-Schulden begleichen

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump will den Vereinten Nationen (UN) 725 Millionen Dollar an ausstehenden Beiträgen überweisen. Dies geht aus einem Schreiben des Außenministeriums an den Kongress vom 4. August hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Einem US-Regierungsvertreter zufolge ist die Zahlung jedoch an weitere Reformen der Weltorganisation geknüpft. Bis Freitag sei noch kein Geld geflossen. Die UN stecken in einer tiefen Finanzkrise. Generalsekretär Antonio Guterres hatte in diesem Jahr vor einer drohenden Zahlungsunfähigkeit gewarnt.

Die USA sind der größte Geldgeber der UN, haben aber unter Trump Pflichtbeiträge zurückgehalten und auf drastische Kürzungen gedrungen. Nach UN-Angaben vom Mai belaufen sich die US-Schulden auf mehr als vier Milliarden Dollar, was Washington jedoch zurückweist.

Insubordination: Pentagon feuert Chefredakteur von Militärzeitung

Das Pentagon hat am Freitag den Chefredakteur der Militärzeitung „Stars and Stripes“ sowie deren Verleger und einen Reporter entlassen. Das teilte der Chefredakteur selbst der Nachrichtenagentur AP mit. Als Grund gab er Insubordination an – nach einem Interview, in dem er sich gegen mögliche Zensur durch das Militär ausgesprochen hatte.

Erik Slavin, Chefredakteur der Zeitung, die zwar teilweise vom Pentagon finanziert wird, aber traditionell redaktionell unabhängig arbeitet, sagte, er und die anderen hätten Kündigungsschreiben erhalten.

Slavin erklärte, er werde entlassen, weil er in einem CBS-Interview gesagt habe, eine hypothetische Zensur von Nachrichten für Soldaten wäre eine rote Linie. Er stehe weiterhin zu dem Grundsatz, dass „Stars and Stripes“ redaktionell unabhängig bleiben müsse. Im April entließ das Pentagon Jacqueline Smith, die Ombudsfrau der Zeitung, deren Aufgabe es gewesen war, die redaktionelle Unabhängigkeit zu wahren. Die Zeitung ist besonders bei Soldaten in Übersee beliebt, weil sie diese mit aktuellen Nachrichten aus der Heimat versorgt.

Gericht entscheidet: Trump darf Ballsaal weiterbauen

Der Oberste Gerichtshof der USA hat der Regierung von Präsident Donald Trump am Freitag vorerst erlaubt, den Bau eines neuen Festsaals am Weißen Haus fortzusetzen. Das Gericht setzte eine richterliche Anordnung vorübergehend aus, die weite Teile des 400 Millionen Dollar teuren Projekts gestoppt hätte. Damit verschaffen sich die Richter Zeit, um über einen Antrag der Regierung zu entscheiden. Diese will die Arbeiten fortführen, während eine Klage einer Denkmalschutzorganisation gegen das Vorhaben läuft.

Das Justizministerium hatte in einem Schriftsatz vom 14. August argumentiert, das Projekt sei aus Gründen der nationalen Sicherheit zwingend erforderlich. Die Anwälte verwiesen dabei auf Attentatsversuche und andere jüngste Bedrohungen gegen den Präsidenten. Trump selbst bezeichnete den Komplex, der zudem Bunker und medizinische Einrichtungen umfassen soll, als militärisches Zentrum. Die gemeinnützige Organisation National Trust for Historic Preservation hatte im vergangenen Jahr geklagt, nachdem die Regierung den Ostflügel des Weißen Hauses abgerissen und mit der Errichtung des 8360 Quadratmeter großen Saals begonnen hatte. Eine ausdrückliche Zustimmung des Kongresses lag dafür nicht vor.