Regine Mispelkamp holt Bronze in Grade V

Mit 72,974 Prozent sicherten sich Regine Mispelkamp und ihr erfahrener Dunkelfuchs Highlander Delight’s Rang drei in Grade V. Ganz ohne Wackler verlief ihre Prüfung allerdings nicht. Nachdem Trab und Schritt nach Plan gelaufen waren, sorgten Geräusche von der Tribüne beim Angaloppieren für einen kurzen Spannungsmoment. Highlander Delight’s wurde etwas flott, beim anschließenden starken Galopp kam die Verbindung kurz abhanden und wenig später unterlief dem Paar ein Wechselfehler.

AACHEN - FEI World Championships 2026: Regine Mispelkamp in der Bahn mit ihrem Dunkelfuchs Highlander Delight's.

Sportfotos Lafrentz

„Lights“, wie Mispelkamp Highlander Delight’s nennt, präsentierte sich in Topform. Und trotz des Fehlers reichte die Leistung für den Sprung aufs WM-Podium.

Mispelkamp nahm diesen nach ihrem Ritt auf ihre Kappe – die Freude über Bronze überwog jedoch deutlich.

Gold geht an Sophie Wells

Den Weltmeistertitel in Grade V sicherte sich die Britin Sophie Wells. Die vielfache Welt- und Europameisterin sowie Paralympics-Siegerin saß in Aachen im Sattel ihres neuen Championatspartners MJS Gold Standard und setzte sich mit 74,949 Prozent an die Spitze.

Silber ging mit 73,154 Prozent an die Niederländerin Britney de Jong und Caramba N.O.P. Mispelkamp und Highlander Delight’s folgten mit ihren 72,974 Prozent auf dem Bronzerang.

Damit ist der deutsche Medaillensatz bei der Para-Dressur-WM in Aachen komplett.

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Heidemarie Dresing wird Weltmeisterin in Grade II

Besser hätte der Auftakt für die deutsche Para-Equipe kaum laufen können: Heidemarie Dresing und ihre Rappstute Poesie sicherten sich am Mittwoch in der Einzelentscheidung von Grade II die Goldmedaille.

Mit einer harmonischen Vorstellung und zahlreichen Höhepunkten setzte sich das Paar mit 75,483 Prozent an die Spitze des Feldes. Besonders der ausdrucksvolle und kadenzierte Trab der Stute, das gute Schreiten und die fließenden Übergänge überzeugten die Richter. Die Führung gaben Dresing und Poesie bis zum Ende der Prüfung nicht mehr ab.

Damit krönte sich die 71-Jährige erstmals zur Weltmeisterin. Schon bei den Europameisterschaften 2025 hatte Dresing mit Poesie groß abgeräumt. Nun folgte vor heimischem Publikum der nächste große Titel.

Anna-Lena Niehues holt Silber mit persönlicher Bestleistung

Und die deutsche Medaillenserie ging am Donnerstag direkt weiter. In der Einzelentscheidung von Grade IV zeigte Anna-Lena Niehues mit Vive L’Amour eine starke und fehlerfreie Runde. Mit 74,630 Prozent erzielte das Paar eine persönliche Bestleistung und sicherte sich damit WM-Silber.

Dabei ist die gemeinsame Erfolgsgeschichte von Niehues und der erst neunjährigen Westfalenstute noch ziemlich jung. Erst in diesem Jahr startete die Pferdewirtschaftsmeisterin mit Vive L’Amour neu durch. Bei den Deutschen Meisterschaften in Balve wurden die beiden auf Anhieb Dritte, im Para-Grand-Prix A in Hagen Zweite. In Aachen folgte nun der bislang größte gemeinsame Erfolg.

Nur eine Reiterin war an diesem Tag nicht zu schlagen: Kate Shoemaker aus den USA gewann mit Vianne und starken 78,889 Prozent den Weltmeistertitel. Bronze ging mit 73,861 Prozent an die Britin Nicola Naylor mit Humberto L.

Gelungenes WM-Debüt für Helen Brandt

Ebenfalls in Grade IV ging für Deutschland Helen Brandt mit Vulkan Vegas IB an den Start. Für die 28-Jährige war Aachen gleich in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes: Erst seit 2025 startet sie im Para-Dressursport – und die Heim-WM ist ihr erstes internationales Championat.

Trotz kleiner Fehler zeigte das Paar eine geschmeidige und harmonische Runde. 70,028 Prozent bedeuteten am Ende Platz acht und damit einen gelungenen Einstand auf der ganz großen Championatsbühne.