Ausflugstipp ab Nürnberg

Diese gewaltige Festung wurde niemals erobert

22.08.2026 – 04:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Festung Rosenberg: In Kronach finden Trauungen in alten Gemäuern statt.Vergrößern des Bildes

Das weitläufige Ensemble der Festung in Kronach: Die Anlage wurde über viele Jahrhunderte immer wieder erweitert. (Quelle: imagebroker/imago-images-bilder)

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Zwei Verteidigungsringe, versteckte Gänge und mehr als 800 Jahre Baugeschichte: Die Festung Rosenberg ist aus Nürnberg ohne Umstieg erreichbar.

Über der Kronacher Altstadt liegt eine Festung, die Angreifer über Jahrhunderte nicht bezwingen konnten. Die Festung Rosenberg zählt nach Angaben der Stadt zu den größten und besterhaltenen Festungsanlagen Deutschlands. Von Nürnberg ist sie ohne Umstieg erreichbar: Direkte Regionalzüge wie der R14 benötigen rund anderthalb Stunden bis Kronach.

Schon die Ankunft gibt einen Geschmack auf das Folgende. Vom Bahnhof führt der Weg durch die Untere Stadt und hinauf in die historische Oberstadt. Darüber wachsen Mauern, Bastionen und Türme zu einer Anlage zusammen, die über mehr als 800 Jahre immer wieder erweitert und an neue Waffen angepasst wurde.

Führungen durch verborgene Gänge

Der Name Rosenberg wurde 1249 erstmals urkundlich erwähnt. Aus der mittelalterlichen Burg entwickelte sich eine Festung mit zwei Verteidigungsringen. Dicke Mauern, vorgelagerte Bastionen und gut geschützte Zugänge sollten verhindern, dass Gegner überhaupt bis zum inneren Kern vordringen konnten.

imago images 0856864073Vergrößern des BildesDie Festung Rosenberg thront über der Kronacher Altstadt. Nach Angaben der Stadt wurde die Anlage in ihrer mehr als 800-jährigen Geschichte nie erobert. (Quelle: IMAGO/Guenter Hofer/SchwabenPress/imago)

Laut der Stadt wurde die Festung weder eingenommen noch zerstört. Das bedeutet nicht, dass Kronach von Kriegen verschont blieb. Gerade die immer neuen Bedrohungen erklären, warum an der Anlage über Jahrhunderte gebaut wurde. Heute lassen sich an einem Ort Baustile und Verteidigungsideen aus mehreren Epochen ablesen.

Ein Rundgang auf eigene Faust vermittelt die enorme Größe des Geländes. Wer die verborgene Seite sehen will, braucht eine Führung. Sie führt durch Höfe, Tore und unterirdische Bereiche der Anlage. Besonders spannend sind die Gänge, die zur Verteidigung und zur Bewegung innerhalb der Festung dienten.

Über die Sommermonate werden Festungsführungen angeboten. Sie dauern rund 75 Minuten, gegen Entgelt. Obacht, historische Stufen und unebene Wege begrenzen die Barrierefreiheit.

Kunst aus Franken in alten Mauern

In der Festung befindet sich außerdem die Fränkische Galerie. Auf etwa 1.000 Quadratmetern zeigt sie rund 220 Werke aus Spätgotik und Renaissance. Die Sammlung gehört nach Angaben der Stadt zu den bedeutenden Präsentationen fränkischer Kunst dieser Zeit. Für Kronach passt das besonders gut: Lucas Cranach der Ältere wurde hier geboren.

imago145178316Vergrößern des BildesUnterhalb der Festung liegt die historische Oberstadt von Kronach. Sie lässt sich vom Bahnhof aus mit dem Festungsbesuch verbinden. (Quelle: ETfoto via imago-images.de/imago)