Nach Niedrigwasser

Rheinfähren legen wieder ab – doch die Lage bleibt fragil

22.08.2026 – 07:18 UhrLesedauer: 1 Min.

Die Uber Boat Fähre an der Anlegestelle im Fahrwasser des Rheins bei Düsseldorf-Oberkassel: Wochenlang konnten keine Fähren fahren.Vergrößern des Bildes

Die Uber Boat Fähre an der Anlegestelle im Fahrwasser des Rheins bei Düsseldorf-Oberkassel: Wochenlang konnten keine Fähren fahren. (Quelle: imago stock&people)

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Nur langsam erholt sich der Rheinpegel – doch erste Fähren legen wieder ab. Für Betreiber endet eine teure Durststrecke, während die Lage weiter fragil bleibt.

Nach wochenlanger Zwangspause nehmen immer mehr Rheinfähren aufgrund gestiegener Pegelstände den Betrieb wieder auf. Die anhaltende Trockenheit und das extreme Niedrigwasser hatten in den vergangenen Wochen vielerorts zu Einschränkungen und Ausfällen geführt. Für die Betreiber bedeutete das teils erhebliche wirtschaftliche Einbußen.

In Düsseldorf kann die Rheinfähre zwischen dem Düsseldorfer Süden und Zons in Dormagen nach 29 Tagen Pause im Juli und August wieder fahren. Einer der Betreiber, Jens Jansen, zeigte sich erleichtert über die Wiederaufnahme des Betriebs. Da ein großer Teil der Einnahmen im Frühjahr und Sommer erwirtschaftet werde, seien die wirtschaftlichen Folgen der langen Pause erheblich.

Die Fähre wird neben Autofahrern auch von vielen Radfahrern und Fußgängern genutzt, die von Düsseldorf aus etwa die historische Altstadt von Zons besuchen. Besonders an Wochenenden und bei schönem Wetter ist die Verbindung normalerweise stark gefragt. Wegen des extrem niedrigen Rheinpegels musste der Betrieb zuletzt jedoch eingestellt werden.

Auch die Pegelstände in Düsseldorf haben sich in den vergangenen Tagen wieder deutlich erholt. Zuvor war der Rheinpegel zeitweise sogar in den Minusbereich gefallen. Für Samstag wurde ein Wert von knapp 40 Zentimetern erwartet. Trotz des Anstiegs liegt der Pegel damit weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.