Bonn/Serbien. Das deutsche EU-Waldbrandmodul GFFF-V DE1 ist am Samstagmorgen erneut zu einem internationalen Einsatz aufgebrochen. Die Einsatzkräfte sammelten sich nach Angaben der beteiligten Organisationen an der Feuer- und Rettungswache 1 in Bonn und starteten von dort gegen 10 Uhr in Richtung Serbien. Auch Königswinterer Einsatzkräfte gehören zu dem Modul. Dort sollen sie die örtlichen Kräfte bei der Bekämpfung von Waldbränden unterstützen.

Zum deutschen Einsatzverband gehören Feuerwehrkräfte aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Ergänzt wird die Einheit laut Mitteilung durch Fachberater der auf Naturkatastrophen spezialisierten Hilfsorganisation @fire sowie eine Versorgungseinheit der Johanniter-Unfall-Hilfe.

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Die Entsendung erfolgt auf Ersuchen der serbischen Behörden über das Europäische Katastrophenschutzverfahren. Deutschland stellt dafür das vom Land Nordrhein-Westfalen gemeldete Waldbrandmodul bereit.

Nach Angaben der Einsatzorganisationen war das Hilfeersuchen erst am späten Freitagabend eingegangen. Anschließend mussten innerhalb kurzer Zeit Personal, Fahrzeuge, Material und die logistischen Voraussetzungen für die internationale Verlegung zusammengestellt werden.

Für das seit 2019 im europäischen Katastrophenschutzverfahren gemeldete Modul ist es bereits der sechste Auslandseinsatz. Allein in diesem Jahr war die Einheit nach Angaben der Beteiligten bereits bei Waldbränden in den Niederlanden und Spanien im Einsatz. In der vergangenen Woche unterstützten die Kräfte zudem bei den Waldbränden im Kreis Düren.

Die Ankunft des deutschen Einsatzverbandes wird im Laufe des Montags im Nordwesten Serbiens erwartet. Welche konkreten Aufgaben die Einsatzkräfte dort übernehmen und in welchem Einsatzabschnitt sie eingesetzt werden, soll sich laut Mitteilung während der Anreise beziehungsweise nach dem Eintreffen vor Ort entscheiden.

Das Europäische Katastrophenschutzverfahren hält für die Bekämpfung großflächiger Waldbrände spezialisierte Module bereit, die bei einem entsprechenden Hilfeersuchen kurzfristig mobilisiert werden können. Die Vorbereitung eines solchen Auslandseinsatzes erfordert dabei die Zusammenarbeit zahlreicher Stellen.

An der Koordinierung des aktuellen Einsatzes sind nach Angaben der Organisationen unter anderem das Emergency Response Coordination Centre der Europäischen Union, das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie die zuständigen Stellen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen beteiligt. Die operative Koordinierung erfolgt durch das GMLZ in enger Abstimmung mit der Feuerwehr Bonn und den zuständigen Einrichtungen der Europäischen Union.

Die Kosten des Einsatzes werden nach Angaben der Beteiligten vom Bund gemeinsam mit der Europäischen Union getragen.

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