„Da ist das Ding!“ So jubelten die Berliner Füchse am 8. Juni 2025. Die Handballer feierten ihre erste Deutsche Meisterschaft. Natürlich standesgemäß mit Meisterschale. Im November desselben Jahres dann der Schock: Einbruch in der Füchse-Geschäftsstelle. Die Schale? Weg! So dachte man. Mitarbeiter entdeckten das gute Stück später bei einer Generalinventur im Keller hinter mehreren Kartons, die an Ex-Ausrüster Puma zurückgeschickt werden sollten. Der Täter wurde jetzt in Berlin verurteilt und erklärte, er habe die Meisterschale nicht behalten wollen und aus „Jux“ versteckt.

Füchse-Boss Bob Hanning war beim Prozess natürlich dabei
Foto: Krieger
Dennoch wog die Anklage schwer. In dem Prozess ging es um eine Tatserie zwischen 2023 und 2026, darunter 26 Einbrüche. Zweimal war der Angeklagte bei den Füchsen eingebrochen und hatte dabei laut Ermittlungen Bargeld in Höhe von 24.300 Euro gestohlen. Das Urteil: Der 42-Jährige wurde zu insgesamt sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Im Fall der Meisterschale kam es nicht zu einer Verurteilung. Das Landgericht Berlin habe eine Zueignungsabsicht des Angeklagten verneint, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Eine Zueignungsabsicht beschreibt den Willen des Täters, sich eine fremde Sache anzueignen.
Lange Haftstrafe für den Füchse-Einbrecher
Der Täter wurde unter anderem des Diebstahls in 26 Fällen sowie des Computerbetrugs in 64 Fällen schuldig gesprochen. Das Gericht habe unter Einbeziehung einer früheren Verurteilung zwei Gesamtstrafen von drei Jahren beziehungsweise drei Jahren und neun Monaten Haft verhängt. Zudem sei die Einziehung von Wertersatz in Höhe von rund 160.000 Euro angeordnet worden, so die Gerichtssprecherin.
Der angeklagte Berliner, der seit mehr als 20 Jahren immer wieder wegen Diebstahls aufgefallen ist und bereits Haftstrafen verbüßen musste, befindet sich seit Mitte Januar in Untersuchungshaft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Haben Sie einen Fehler in diesem Artikel entdeckt? Dann schreiben Sie uns gern: fehler.melden@bz.de.