Newsblog zur US-Politik

Hegseth wird weiteren Kritiker los

Aktualisiert am 23.08.2026 – 00:05 UhrLesedauer: 16 Min.

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Pete Hegseth bei einem Besuch der Marine: Er ist offenbar einen weiteren Kritiker losgeworden. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Po1 Amber Gibson/Us Navy/imago)

Armeeminister Driscoll will wohl aufhören. Trump attackiert einen ehemaligen engen Vertrauten. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Hegseth-Gegner Driscoll gibt wohl auf

Der amerikanische Armeeminister Dan Driscoll plant offenbar, sein Amt im Pentagon gegen Ende 2026 niederzulegen – nach monatelangem Machtkampf mit Verteidigungsminister Pete Hegseth. Das berichteten ein ehemaliger Mitarbeiter des Weißen Hauses sowie eine weitere mit den Gesprächen vertraute Person gegenüber der US-Zeitung „The Hill“.

Driscoll, ein Vertrauter von Vizepräsident Vance, war am 25. Februar vergangenen Jahres mit 66 zu 28 Stimmen vom Senat bestätigt worden.

Ein Sprecher Driscolls wollte sich nicht dazu äußern. Ein US-Regierungsbeamter, der zu internen Beratungen anonym Auskunft gab, bestätigte The Hill am Samstag, von einem ähnlichen Zeitrahmen für Driscolls Abgang gehört zu haben.

Während seiner Amtszeit setzte sich Driscoll dafür ein, die Lebensbedingungen der Soldaten zu verbessern, die Ausrüstung der Armee zu modernisieren und von den ukrainischen Streitkräften zu lernen, wie sich zivile Technologie im modernen Kriegsgeschehen nutzen lässt. Der frühere Risikokapitalgeber Driscoll pflegte während seiner Amtszeit zudem eine enge Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Generalstabschef der Armee, General Randy George – der Anfang April von Hegseth aus seinem Amt gedrängt wurde.

Dan Driscoll: Der US-Armeeminister gilt als Kritiker von Verteidigungsminister Hegseth. (Archivbild)Vergrößern des BildesDan Driscoll: Der US-Armeeminister gilt als Kritiker von Verteidigungsminister Hegseth. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Andrew Thomas/imago)

Verhandlungen gescheitert: Kanada belegt USA mit Strafzöllen

Nach den geplatzten Zollverhandlungen mit den USA hat Kanadas Premierminister Mark Carney Gegenzölle ab dem 8. September angekündigt. Die Maßnahmen würden sich auf Sektoren wie Stahl, Milchprodukte, landwirtschaftliche Ausrüstung und Elektrogeräte konzentrieren, teilte Carney mit. „Das ist eine gezielte Reaktion, um unsere Industriezweige zu schützen und zu verteidigen und ihnen zu ermöglichen, auf dem kanadischen Markt mit US-Produkten zu konkurrieren.“

Zuvor waren Verhandlungen zwischen den beiden Ländern ohne Einigung zu Ende gegangen. Damit erheben die USA einen Zoll von 50 Prozent auf eine Reihe kanadischer Waren im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar. Die Zölle betreffen unter anderem Wein, Hockeyschläger, Möbel sowie Milchprodukte. Carney hatte bereits mitgeteilt, dass Kanada die Zölle in gleicher Höhe erwidern werde.

Trump geht auf Ex-Vertrauten los

Donald Trump hat seinen ehemaligen Vertrauten Tucker Carlson scharf kritisiert. Bei Truth Social schrieb Trump über den ehemaligen Fox-Journalisten: „Niemand interessiert sich für ihn, er hat einen sehr niedrigen IQ.“ Trump spekulierte, Carlson wolle in die Politik, müsse aber in seinen Augen zuvor einen Wissenstest absolvieren. „Er hätte keine Chance. Tucker ist und war schon immer ein Loser.“ Trumps Beitrag endet mit den Worten: „Gepriesen sei Allah!“