DFB-Pokal
Aktualisiert am 22.08.2026, 18:28 Uhr

Erfolgreich beim Comeback: Werder-Stürmer Niclas Füllkrug.
© Selim Sudheimer/dpa
Niclas Füllkrug erzielt bei seinem Comeback für Werder Bremen gleich ein Tor in der ersten Pokalrunde. Auch Leverkusens Trainer feiert einen erfolgreichen Einstand. Hannover macht es deutlich.
Niclas Füllkrug hat sein Pflichtspiel-Comeback für Werder Bremen mit einem Tor gekrönt. Beim 3:0 (1:0) in der ersten Runde des DFB-Pokals traf der 33 Jahre alte Stürmer gegen Fußball-Oberligist Lüneburger SK Hansa zum 2:0 in der 53. Minute per Foulelfmeter. Einen erfolgreichen Einstand feierte auch der neue Leverkusener Cheftrainer Carles Martínez. Seine Elf siegte 4:0 (1:0) beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden.
Der 24-malige Nationalspieler Füllkrug blieb vom Elfmeterpunkt eiskalt und setzte den Ball flach links ins Eck. Kurz danach wurde die neue Nummer 10 der Bremer ausgewechselt. Im Hamburger Millerntor-Stadion erzielten Jens Stage und Ludovit Reis die weiteren Treffer für den Bundesligisten.
Hoffenheim siegt mühelos – Wimmer trifft doppelt
Die TSG Hoffenheim zog ebenfalls mühelos in die nächste Runde ein. Beim Viertligisten Erzgebirge Aue gewann das Team von Trainer Christian Ilzer 4:0 (3:0). Dem vom VfL Wolfsburg gekommenen Neuzugang Patrick Wimmer gelang ein Doppelpack. Zudem waren Wouter Burger und Max Moerstedt erfolgreich.
Der FC Augsburg wendete mit viel Mühe eine Pokalpleite beim Zweitliga-Aufsteiger Energie Cottbus ab. Anton Kade und Kristijan Jakic, der in der Nachspielzeit traf, erzielten beim 2:0 (0:0) die Tore. Eine Woche vor dem Bundesligastart lieferte das Team von FCA-Trainer Manuel Baum aber keinen überzeugenden Auftritt.
Leverkusen zog derweil souverän in die zweite Runde ein. In der Wiesbadener Arena verhalfen die Torschützen Patrik Schick, Lucas Vázquez, Nathan Tella und Christian Kofane ihrem neuen Trainer zu einem guten Pflichtspiel-Auftakt.
Aufsteiger Elversberg hat Probleme in Duisburg
Wesentlich schwerer tat sich Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg, der beim Drittligisten MSV Duisburg zu einem späten 3:1 (0:1) kam. Nach der Führung durch Luca Schnellbacher vor der Pause glich Duisburgs Tyger Lobinger dank einer starken Einzelaktion aus. SVE-Neuzugang Francis Onyeka verhinderte mit zwei Toren in der Endphase die Verlängerung.
Keinerlei Mühe hatte Zweitligist Hannover 96 beim 9:1 (6:0) im Bremer Weserstadion gegen den fünftklassigen Bremen-Ligisten SV Hemelingen.
In den Stadien gab es teilweise Proteste auf Spruchbannern gegen den Videobeweis. „Heute: Fußball wie er sein sollte – VAR dauerhaft abschaffen!“, schrieben etwa die Bremer Fans. In der ersten Pokalrunde gibt es den VAR nicht.
Hertha siegt im Elfmeterschießen in Saarbrücken
Zweitligist Hertha BSC hat den alljährlichen Traum vom DFB-Pokalfinale im heimischen Olympiastadion am Leben gehalten. Beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken gewann die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl am Samstag mit 4:2 (1:1, 1:1) im Elfmeterschießen und zog in die zweite Runde ein. Für Saarbrücken zerbrachen dagegen die Hoffnungen auf eine neuerliche Pokal-Sensation wie zuletzt in der Saison 2023/24, als der Klub erst im Halbfinale ausschied.
Paul Seguin (69.) hatte die Berliner in der regulären Spielzeit mit einem Traumtor in Führung gebracht. Philip Fahrner (90.+2) glich spät aus. Hertha-Keeper Marius Gersbeck parierte im Elfmeterschießen zwei Versuche.
Hertha bestimmte die Anfangsphase und sorgte vor allem über die rechte Seite für Betrieb. Saarbrücken stand tief, setzte auf schnelle Gegenstöße und kam durch Kapitän Florian Pick (12.) zu einem geblockten Abschluss. Die besten Gelegenheiten hatte Herthas Deyovaisio Zeefuik: Erst parierte Kevin Broll stark aus kurzer Distanz (4.), dann scheiterte der Außenverteidiger an der Latte (16.).
Die Berliner blieben die gefährlichere Mannschaft. Angreifer Sebastian Grönning scheiterte im Fallen (25.). Hertha kontrollierte auch in der Folge, strahlte bis zur Halbzeit aber weniger Gefahr aus. Auf der Gegenseite ließ Abdenego Nankishi (42.) Saarbrückens Führung liegen.
Hertha legte nach dem Seitenwechsel weiter nach. Das große Manko blieb die Chancenverwertung. Kevin Sessa (51., 55.) kam zu zwei guten Möglichkeiten. Wenig später brach Seguin den Bann mit einem sehenswerten Distanzschuss. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit rettete Fahrner Saarbrücken in die Verlängerung. In dieser fehlten mit Ausnahme eines Kopfballs von Herthas Pascal Klemens (92.) lange die großen Chancen. Luca Schuler (112.) zielte aus kurzer Distanz zu zentral.
Nürnberg gewinnt auch im Pokal – mit Mühe
Trainer Miroslav Klose und der 1. FC Nürnberg haben nach einem gelungenen Saisonstart auch die erste Runde im DFB-Pokal überstanden – allerdings nur mit Mühe und im Nachsitzen. Der Club setzte sich gegen den starken Drittligisten Viktoria Köln erst durch ein 5:4 im Elfmeterschießen durch. Nach 120 und 90 Minuten hatte es 1:1 (0:0) gestanden.
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Der Tabellenführer der 2. Liga war nach einer erschreckend schwachen ersten Halbzeit, in der die Gastgeber zahlreiche Chancen zur überfälligen Führung ungenutzt ließen, durch Piet Scobel in Führung gegangen (56.). Die Viktoria blieb freilich gefährlich und glich mit der letzten Aktion der regulären Spielzeit durch Meiko Sponsel aus (90.+6). Der starke Nürnberger Torhüter Jan Reichert hielt danach im Elfmeterschießen den Schuss von Niklas Jahn, zuvor hatte Can Moustfa für den Club verwandelt.
Mit drei Pflichtspielsiegen war der Premierensieger des DFB-Pokals (1935) zuletzt in der Spielzeit 2017/2018 gestartet – und danach auch in die Bundesliga aufgestiegen. Im Vorjahr waren die Nürnberger in der ersten Runde gescheitert – nach Elfmeterschießen beim Viertligisten FV Illertissen. (dpa/bearbeitet von mbo/cgo)