Das lange Warten hat ein Ende. Nach 14 Jahren haben sich die Düsseldorf Panther erstmals wieder für die Play-offs in der ersten Football-Bundesliga qualifiziert. Den entscheidenden Schritt in Richtung Endrunde gingen die Mannen von Jaycee Krieg am Samstagnachmittag bei den Allgäu Comets. Nach dem souveränen 54:0 (23:0,)-Sieg im Interconference-Duell beim Tabellensiebten der Süd-Gruppe und dank der Niederlagen der Nordrivalen Kiel Baltic Hurricanes (0:60 bei den Potsdam Royals) und Berlin Rebels (2:26 bei den Hildesheim Invaders), steht frühzeitig fest, dass der sechsfache nationale Champion ab September wieder um die Deutsche Meisterschaft mitspielen darf.

Das vorletzte Hauptrundenspiel im bayerischen Kempten geriet für die Panther zu einem lockeren Schaulaufen. Schon nach dem ersten Viertel war die von stetem Kuhglockenläuten begleitete Partie entschieden, weil die stark ersatzgeschwächten Hausherren dem variablen Angriffsspiel der „Raubkatzen“ nichts entgegenzusetzen hatte. Mit einem kurzen Lauf in die Endzone eröffnete Runningback Gennadiy Adams den Punktreigen. Die Wide Receiver James Okike und Eritros Haggi ließen zwei weitere Touchdowns folgen.

Zwischenzeitlich halfen auch die Comets tatkräftig mit, die Panther-Führung auszubauen. Ein verunglückter Snap mündete in einer Safety und brachte den Gästen zwei weitere Zähler ein.

Wie löchrig die Defense der Comets an diesem Tag war, zeigte sich auch im zweiten Spielabschnitt als Dawson Herl mit einem Pass durch die Mitte Florian Ferizi bediete. Der ebenfalls als Quarterback geführte Mann mit der Rückennummer 10 schüttelte drei Gegenspieler problemlos ab und trug das Ei über rund 40 Yards zum zwischenzeitlichen 29:0 in diie Endzone spazieren.

Sinnbildlich für das einseitige Geschehen stand der zweite Touchdown von Gennadiy Adams, der im federleichten Sprung die Goal Line überquerte – die Allgäu Comets waren am Samstag wirklich keine Hürde für die Landeshauptstädter.

Eine umso höhere wartet nun im Play-off-Viertelfinale mit den Schwäbisch Hall Unicorns. Zuvor gilt es für die Panther am kommenden Wochenende aber noch die letzte Pflichtaufgabe vor eigenem Publikum zu lösen. Gegen das punktlose Schlusslicht der Südgruppe, die Straubing Spiders, könnte auch David Immel wieder im Mittelpunkt stehen. Der fehlerfreie Kicker der Panther steuerte im Allgäu insgesamt zehn Punkte zum klaren Erfolg bei und schoss sich so schon einmal für die Play-offs warm.