Am Freitag, 28. August, bekommt der Mond über Karlsruhe morgens einen „Biss“ ab: Es gibt eine partielle Mondfinsternis. Viel Zeit zum Schauen bleibt allerdings nicht. Die maximale Verfinsterung wird gegen 6 Uhr erwartet – genau dann wird es schon spürbar hell. Außerdem steht der Mond sehr tief und verschwindet kurz darauf unter dem Horizont. Wer etwas sehen will, sollte also früh raus und auf freien Blick nach Westen setzen.

Mondfinsternis in Karlsruhe am 7. September 2025. (Archivbild)

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Mondfinsternis in Karlsruhe am 7. September 2025. (Archivbild)
Foto: Thomas Riedel

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Mondfinsternis in Karlsruhe am 7. September 2025. (Archivbild)
Foto: Thomas Riedel

Die nächste totale Mondfinsternis ist über Deutschland am Silvesterabend, 31. Dezember 2028 zu beobachten.

Mondbahn beeinflusst Finsternisse

Der Grund für die relative Seltenheit von Sonnen- und Mondfinsternissen liegt in der Schräglage der Mondbahn: Sie ist gegenüber der Erdbahnebene um rund 5 Grad geneigt. Dadurch zieht der Neumond aus unserer Perspektive meist knapp ober- oder unterhalb der Sonne vorbei – es kommt zu keiner Sonnenfinsternis. Entsprechend verfehlt der Vollmond in den meisten Monaten den Erdschatten ebenfalls knapp, sodass auch keine Mondfinsternis entsteht.

Mondfinsternis in Karlsruhe am 7. September 2025. (Archivbild)

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Mondfinsternis in Karlsruhe am 7. September 2025. (Archivbild)
Foto: Thomas Riedel

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Mondfinsternis in Karlsruhe am 7. September 2025. (Archivbild)
Foto: Thomas Riedel

Mondknoten und „Finsternis-Saison“

Entscheidend sind die Mondknoten: zwei (unsichtbare) Punkte, an denen die geneigte Mondbahn die Erdbahnebene kreuzt. Nur wenn die Sonne in der Nähe eines solchen Knotens steht, stimmt die Geometrie für eine Finsternis. Dieses Zeitfenster nennt man Finsternis-Saison.

Eine Finsternis-Saison dauert etwa 31 bis 37 Tage und wiederholt sich ungefähr alle 173 Tage – also grob zweimal pro Jahr. Außerhalb dieser Zeitfenster sind Finsternisse extrem unwahrscheinlich, weil die Ausrichtung nicht passt.

Die Mondscheibe war rechts oben verdunkelt.

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Die Mondscheibe war rechts oben verdunkelt.
Foto: Patrick Pleul/dpa

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Die Mondscheibe war rechts oben verdunkelt.
Foto: Patrick Pleul/dpa

Sonnenfinsternis: Neumond am Knoten

Fällt innerhalb einer Finsternis-Saison ein Neumond in die Nähe eines Mondknotens, schiebt sich der Mond vor die Sonne und wirft seinen Schatten auf die Erde – es entsteht eine Sonnenfinsternis.

Mondfinsternis: Vollmond am gegenüberliegenden Knoten

Der Mond wandert weiter: Rund 14 Tage später ist Vollmond. Da die Finsternis-Saison zu diesem Zeitpunkt oft noch andauert, befindet sich der Vollmond dann nahe dem gegenüberliegenden Knoten. Die Erde steht zwischen Sonne und Mond, der Mond gerät in den Erdschatten – eine Mondfinsternis entsteht. Das kann natürlich auch in umgekehrter Reihenfolge passieren.

Mondfinsternis in Karlsruhe am 7. September 2025. (Archivbild)

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Mondfinsternis in Karlsruhe am 7. September 2025. (Archivbild)
Foto: Thomas Riedel

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Mondfinsternis in Karlsruhe am 7. September 2025. (Archivbild)
Foto: Thomas Riedel

In seltenen Fällen passt das Timing so gut, dass in einer einzigen Saison sogar drei Finsternisse auftreten können – etwa Sonnenfinsternis – Mondfinsternis – Sonnenfinsternis (oder umgekehrt).