Nachdem Anfang August 2026 am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff bestückte Drohne gefunden wurde, wird in den Medien die Frage laut, wie sich deutsche Flughäfen gegen Angriffe dieser Art schützen können. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist der Flughafen Frankfurt Teil von insgesamt acht Airports, die zur kritischen Infrastruktur im Land gerechnet werden. Was über die Drohnen-Abwehr des größten Flughafens in Deutschland bekannt ist, erfahren Sie hier.

Flughafen Frankfurt: Wie schützt sich der Airport vor Drohnen?

Während die Vorfälle in Leipzig eine erneute Debatte über die Sicherheit an deutschen Flughäfen entfacht haben, zeigt sich der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) zufrieden mit den Fortschritten bei der Drohnen-Abwehr. Wie die dpa schreibt, betonte BDL-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang in diesem Zusammenhang, wie wichtig es gewesen sei, die Zuständigkeit für die Detektion und Abwehr einheitlich in die Hände der Bundespolizei zu legen.

Bereits im Dezember 2025 hatte die dpa darüber berichtet, dass an den acht wichtigen Flughäfen in Deutschland eine neue Spezialeinheit der Bundespolizei zur Abwehr von Drohnen stationiert werde. Neben Frankfurt gehören dazu auch die Flughäfen München, Berlin-Brandenburg, Köln-Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Leipzig-Halle und Stuttgart. Wie das Bundesinnenministerium damals informierte, soll die Einheit unter anderem KI-gestützte Störsysteme und automatische Abfangdrohnen einsetzen. Laut einem Bericht der Tagesschau soll die dafür eingesetzte Spezialeinheit auf 300 Einsatzkräfte ausgeweitet werden. Sie sollen für mehr Sicherheit an deutschen Flughäfen sorgen, indem sie Drohnen nicht nur aufspüren und abfangen, sondern bei Bedarf auch unschädlich machen.

Stand heute stehe Deutschland im internationalen Vergleich laut Joachim Lang sehr gut da. Man habe damit begonnen, entsprechende Technik auszuschreiben und anzuschaffen. Mehrere Standorte, darunter auch Frankfurt, würden zudem bereits von der neuen Technik profitieren. Genaue Einzelheiten zu den Einrichtungen wollte der BDL-Hauptgeschäftsführer aus Sicherheitsgründen jedoch nicht nennen. Er erklärte lediglich, dass die Systeme von mehreren Anbietern stammen und modular aufgebaut seien.

Flughafen Frankfurt: Wo gilt eine Flugverbotszone für Drohnen?

Um die Sicherheit des Luftverkehrs zu gewährleisten, geht man am Flughafen Frankfurt entschieden gegen illegale Drohnenflüge vor. Der Betreiber Fraport weist in diesem Zusammenhang eindringlich auf die geltenden Regeln hin: Unter keinen Umständen dürfen Drohnen in den ausgewiesenen Flugverbotszonen aufsteigen. Gemäß § 21h der Luftverkehrsordnung (LuftVO) gilt rund um Flughäfen ein Schutzbereich von einem Kilometer. Darüber hinaus sind auch die Ein- und Abflugbereiche besonders geschützt: Entlang der um jeweils fünf Kilometer verlängerten Start- und Landebahnen dürfen Drohnen innerhalb eines seitlichen Abstands von einem Kilometer ebenfalls nicht fliegen.

Wie die dpa berichtet, machte die Bundespolizei am Flughafen Frankfurt zudem darauf aufmerksam, dass auch Teile der benachbarten Gemeinden Kelsterbach, Mörfelden-Walldorf und Flörsheim bereits in der Flugverbotszone liegen. Wer dort eine Drohne aufsteigen lasse und dabei erwischt werde, riskiere demnach eine Strafanzeige oder Ordnungswidrigkeit. Seit 2025 scannt die Bundespolizei die unmittelbare Flughafenumgebung gezielt nach Drohnen. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung wurden im Jahr 2025 insgesamt 47 Drohnen in der Umgebung des Flughafens gesichtet.

Wer eine Drohne im gesperrten Luftraum bemerkt, sollte unverzüglich die Polizei oder die Flughafensicherheit verständigen.