Der Beginn des geplanten Um- beziehungsweise Ausbaus an den durch Leverkusen verlaufenden Autobahnen A1 und A3 dürfte zwar noch einige Jahre auf sich warten lassen. So gehen die augenblicklichen Planungen der für das umstrittene Mammutprojekt zuständigen Autobahn GmbH des Bundes davon aus, das der erste Spatenstich für die neue und verbreiterte Stelzenautobahn der A1 zwischen dem Leverkusener Kreuz und der A1-Brücke über den Rhein ungefähr im Jahr 2030 erfolgen könnte. Doch hinter den Kulissen laufen die Vorarbeiten bereits seit längerer Zeit auf Hochtouren – was sich auch daran erkennen lässt, dass die städtische Bürgerinformation zum Bebauungsplan in wenigen Wochen starten wird.

Dies hat die Stadt am Wochenende bekannt gegeben. So finde die „frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit zum Bebauungsplan Nr. 284/I+II „Küppersteg Wiesdorf – südlich der BAB 1, östlich Tannenbergstraße nördlich Dhünn, sowie südlich Dhünn, nordwestlich der Realschule am Stadtpark“ vom 7. September bis zum 2 Oktober statt. Und die zusätzliche Bürgerinformationsveranstaltung solle am Dienstag, 8. September, 18 Uhr, im Agam-Saal des Forums unter Leitung von Bezirksbürgermeister Martin Krampf über die Bühne gehen, heißt es aus dem Rathaus zu den Vorbereitungen für eine Baustelle, die wohl alles in den Schatten stellen dürfte, das es in den zurückliegenden Jahrzehnten an Baumaßnahmen in Leverkusen gegeben hat.

Dabei sind es aber nicht nur die Arbeiten an der Autobahn selbst, die für jahrelange Bautätigkeiten sorgen werden. Vielmehr ist auch die Umgebung der heutigen Stelze betroffen. Diese soll auf der vollen Länge zwischen Autobahnkreuz und Rheinbrücke durch einen Neubau ersetzt werden, der wiederum breiter sein wird als der bisherige Vorgängerbau.

So sollen die entfallenden Stellplätze unter der Stelze an anderer Stelle ersetzt werden. Im Umfeld der BayArena werden hierfür im laufenden Bebauungsplan optionale Flächen betrachtet. Infrage kommen zum einen bisherige Fußball-Trainingsflächen auf dem Areal der Bayer 04 Fußball GmbH, die einem Parkhaus mit rund 1500 Stellplätzen Platz machen könnten. Ein solches Parkhaus könnte direkt über die Marienburger Straße erschlossen werden.

Zum anderem bestünde aber auch die Möglichkeit, Bereiche auf kommunalen Flächen zu nutzen und dort unüberdachte Parkflächen zu schaffen. Betroffen wäre davon der frühere Sportplatz des alten VfL Leverkusen an der Tannenbergstraße, der derzeit noch dem SC Leverkusen 2017 zur Verfügung steht. Die SC-Fußballer müssten dann auf die andere Seite der Dhünn ziehen und dort im Bereich des Leverkusener Stadtparks dauerhaft untergebracht werden.

Sowohl die Parkhauslösung als auch die offene Stellplatzlösung zögen allerdings unterschiedliche Auswirkungen nach sich, mit denen sich im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens gutachterlich auseinandergesetzt werden muss, da diese Inhalte relevant für die Rechtswirksamkeit des Bebauungsplans sind. Hierunter fallen Themen wie zum Beispiel der Umgang mit Niederschlagswasser, der Artenschutz, Eingriff/Ausgleich, Klimaschutz, Lärm, Verkehr und weitere Punkte.

Auf der Internetseite der Stadt ist der Bebauungsplan unter folgendem Link abrufbar: Bauleitpläne | Stadt Leverkusen. Die öffentliche Auslegung erfolgt vom 7. September bis 2. Oktober, Hauptstraße 101, montags bis donnerstags von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr, freitags von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr. Während der Veröffentlichungsfrist können Äußerungen abgegeben werden, am besten per Mail. Anschrift: Stadt Leverkusen, Fachbereich Stadtplanung, Hauptstraße 101, 51373 Leverkusen; Fax 0214 406 6102; Mail: beteiligungen.fb61@stadt.leverkusen.de