Lucid ordnet das Gravity-Line-up für Europa neu und bringt zwei zusätzliche Ausstattungsstufen. Gleichzeitig wandert DreamDrive 2 Premium bei allen Varianten in die Serienausstattung, inklusive Assistenzpaket und 3D-Rundumsicht. Hier sind Leistung, Akkus, Reichweiten und Preise im Überblick.
Lucid Gravity bekommt in Europa vier klare Varianten
Lucid stellt sein Luxus-SUV Gravity in Europa breiter auf: Künftig gibt es vier Ausstattungsvarianten statt einer schlankeren Auswahl. Neu sind Gravity Touring Plus sowie Gravity Grand Touring Ultimate. Ziel: Die Konfiguration soll einfacher werden und die Abstände zwischen den Versionen werden über Ausstattungspakete und Technologie besser nachvollziehbar.
Für Käufer in Deutschland und dem DACH-Raum ist vor allem spannend, dass Lucid gleichzeitig an der Serienausstattung dreht. Damit wird nicht nur die Modelllogik klarer, sondern auch der Blick auf den Gegenwert pro Euro.
DreamDrive 2 Premium ist jetzt immer serienmäßig
Die wichtigste Änderung betrifft die Assistenz- und Kameratechnik: DreamDrive 2 Premium ist in Europa nun bei allen Gravity-Varianten serienmäßig. Enthalten sind unter anderem Fernlicht-, Spurhalte- und Totwinkel-Assistent sowie ein 3D-Surround-View-Monitoring.
Mehr Serie bei Assistenz und Kamera-Technik bedeutet im Alltag oft weniger Konfigurationsstress, und beim Wiederverkauf eine leichter vergleichbare Ausstattung.
Touring Plus bringt 7 Sitze und Komfortpaket ohne Aufpreis
Ab dem neuen Gravity Touring Plus legt Lucid bei den Komfortfeatures spürbar nach. Die Siebensitz-Konfiguration ist dort serienmäßig, ebenso das Comfort & Convenience Paket. Das umfasst unter anderem elektrische Sonnenrollos hinten, Soft-Close-Türen, beheizbares Lenkrad, beheizbare Scheibenwischer sowie beheizte Sitze in Reihe zwei.
Gerade für Familien und Vielfahrer ist das relevant, weil diese Ausstattung sonst schnell in teuren Optionen verschwindet. Gleichzeitig bleibt die Antriebseinheit identisch zum Touring, was die Entscheidung stark auf Nutzwert und Preis fokussiert.
Die vier Lucid-Gravity-Varianten: Daten und Preise (Deutschland)
Leistung
Akku
WLTP-Reichweite
Schnellladen (Herstellerangabe)
Preis ab
Was steckt hinter den Ladezeiten, und was heißt das für Europa?
Lucid nennt beim Touring bis zu 400 km in 23 Minuten, beim Grand Touring sogar 400 km in 14 Minuten. Das sind sehr starke Werte, die in der Praxis aber immer an Bedingungen hängen: Ladeleistung der Säule, Temperaturmanagement, Akku-SoC und die konkrete Lade-Kurve. Heißt: Die Zahl ist ein Richtwert für gute Bedingungen, nicht automatisch ein Versprechen für jede Autobahnpause.
Trotzdem zeigt die Richtung, wo Lucid hinwill: möglichst viel Reichweite pro Ladehalt und kurze Stopps auf Langstrecke. Das ist auch der Maßstab, an dem sich neue Premium-SUVs in Europa messen lassen müssen, gerade im Vergleich zu etablierten E-SUVs.
Einordnung: Für wen ergibt welche Version Sinn?
Gravity Touring und Touring Plus
- Touring als Einstieg, wenn du Leistung und Reichweite willst, aber auf Luxusdetails verzichten kannst.
- Touring Plus, wenn 7 Sitze und Komfortfeatures gesetzt sind und du das ohne Optionspoker ab Werk möchtest.
Grand Touring und Grand Touring Ultimate
- Grand Touring für maximale Reichweite und Performance im Paket, inklusive zusätzlichen Premium-Features wie Massagesitzen und 230-Volt-Power-Paket.
- Ultimate für alle, die Tech und High-End-Ausstattung priorisieren, inklusive DreamDrive 2 Pro, Handling-Paket, 22-Lautsprecher-Sound und Lederinterieur.
Verfügbarkeit
Lucid bietet alle neuen Ausstattungsvarianten laut Hersteller ab sofort zur Bestellung an. Für den DACH-Raum dürfte damit vor allem spannend werden, wie sich reale Lieferzeiten, Konfigurationen und die Lade-Performance an europäischen HPC-Standorten im Alltag darstellen.
Passend zum Thema Reichweite und Langstrecke: Unser Reichweiten-Ranking 2026 zeigt, wie stark die Spitzenwerte aktuell auseinandergehen. Und wenn du Einordnung zur Angst vor dem Liegenbleiben suchst, hilft der Ratgeber zu Reichweitenangst beim E-Auto. Zum Vergleich in der Premiumklasse lohnt außerdem ein Blick auf den Tesla Model Y als Referenz im europäischen Volumenmarkt.