Quelle: dpa Berlin/Brandenburg
24. August 2026, 10:31 Uhr

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Polizei Berlin: Berlins Innensenatorin erhebt Vorwürfe wegen fehlerhafter Schutzplatten in Westen der Polizei. (Archiv)

Berlins Innensenatorin erhebt Vorwürfe wegen fehlerhafter Schutzplatten in Westen der Polizei. (Archiv)
© Michael Ukas/​dpa

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat wegen fehlerhafter Schutzplatten in Polizeiwesten massive Vorwürfe gegen den Hersteller erhoben. «Es ist ein absolut nicht hinnehmbarer Qualitätsmangel bei einem Produkt der Firma Rheinmetall», sagte Spranger im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Sie sprach von einem «skandalösen» Vorgang. Mehr als 5200 Schutzplatten in Schutzwesten gegen Schüsse, die aus dem Jahr 2017 stammten, hätten ihre Wirkung vor Ablauf der zehnjährigen Herstellergarantie teilweise verloren.

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Bei Prüfungen und Kontrollbeschüssen sei es zu Durchschüssen gekommen. Das sei «ein Versagen von Rheinmetall». Die Rüstungsfirma, die in den vergangenen Jahren von öffentlichen Aufträgen stark profitiert und hohe Gewinne gemacht habe, müsse den Schaden unverzüglich ausgleichen, betonte Spranger. Dazu werden sie sich mit den Zuständigen bei Rheinmetall treffen, um die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen zu untermauern. Für den Übergang habe die Berliner Polizei 2000 neue Schutzplatten für 1,2 Millionen Euro bestellt. Sie sollen auch gegen Beschuss mit Sturmgewehren wie Kalaschnikows sicher sein.

© dpa-infocom, dpa:260824-930-573990/1