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Der 1900 gegründete Kranhersteller Brunnhuber in Augsburg muss bis Ende 2027 einen neuen Firmensitz finden. Die Stadt zu verlassen, kommt nicht infrage.
Augsburg – Im vergangenen Jahr feierte der Kranhersteller Brunnhuber in Augsburg-Oberhausen (Bayern) seinen 125. Geburtstag. Das im Jahr 1900 von Leo Brunnhuber als Bauschlosserei gegründete Unternehmen ist fest in der Stadt verankert, muss nun aber bis Ende 2027 einen neuen Firmensitz suchen. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, gibt es für den aktuellen Standort in der Hoferstraße andere Pläne, weshalb das Traditionsunternehmen diesen räumen muss. Anfang August hatte auch Siemens einen langjährigen Standort geschlossen und fast 1.400 Gegenstände versteigert.
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Die Brunnhuber Krane GmbH hat in ihrer langen Geschichte viele Wechsel durchlaufen. Aus der bescheidenen Bauschlosserei wurde ab Ende der 1960er Jahre ein internationaler Kranhersteller. Die bisherige Eigentümerfamilie verkaufte das Unternehmen im Jahr 2000 wegen mangelnder Familiennachfolge. Seit 2007 ist Brunnhuber aber im Besitz der Teichmann-Gruppe aus Essen (Nordrhein-Westfalen). Das alles geht aus einer Broschüre zum 125. Jubiläum des Unternehmens hervor. In Augsburg steht jetzt aber erneut eine massive Veränderung vor der Tür.
Brunnhuber Krane in Augsburg: Suche nach neuer Heimat ist nicht einfach
Der Chronik in der Broschüre zufolge wurde das ursprüngliche Betriebsgelände in der Schallerstraße in Augsburg ab 2022 in sozialen Wohnraum umgewandelt. Die Brunnhuber Krane GmbH siedelte ihren Hauptsitz bereits 2021 in die in den 1960er Jahren erbaute Halle in der Hoferstraße um. Da der Mietvertrag für diese Räumlichkeiten Ende 2027 ausläuft, ist das Traditionsunternehmen erneut gezwungen, einen neuen Sitz in der Fuggerstadt zu suchen. „Eine Verlängerung wird es wohl nicht geben“, erklärte Julia Teichmann von der Eigentümerfamilie gegenüber der Augsburger Allgemeinen.
Aus mehreren Gründen ist eine solche Suche alles andere als einfach. Zum einen will das Unternehmen die Stadt Augsburg nicht verlassen. Da auch die Peripherie laut Teichmann nicht in Betracht gezogen wird, muss es offenbar erneut ein Standort inmitten der drittgrößten Stadt Bayerns werden. Zudem kommt aufgrund der Ausrichtung auch nicht jede Halle infrage. „Wir brauchen Platz, um lange Bauteile aus der Halle auf die Straße zu bringen“, betonte der Betriebsleiter Roland Müller.
2021 ist die Brunnhuber Krane GmbH von der Dieselstraße (im Bild) in die benachbarte Hoferstraße umgezogen. Ende 2027 endet auch dort der Mietvertrag. © Mailtosap/Wikipedia/CC BY-SA 4.0 Brunnhuber Krane bekennt sich zu Augsburg: „Der Standort bleibt definitiv erhalten“
Am bisherigen Sitz in Augsburg-Oberhausen fertigen rund 40 Mitarbeiter Spezialkrane für die Industrie und die Landwirtschaft. Dementsprechend ist ein Umzug in neue Räumlichkeiten auch nicht in wenigen Wochen stemmbar. Aktuell plane man mit drei bis vier Monaten für den Umzug. Zuvor muss aber erst mal ein neuer Standort gefunden werden. Dem Bericht zufolge wurden bereits rund 20 Immobilien besichtigt, bislang sei die richtige aber nicht darunter gewesen. „Das verursacht schon eine gewisse Unruhe, auch bei der Belegschaft“, so Teichmann.
Die historische Verankerung in Augsburg soll aber auch weiterhin aufrechterhalten werden. „Der Standort bleibt definitiv erhalten und wir wollen auch alle Mitarbeiter halten“, betonte die Vertreterin der Eigentümerfamilie. Die Brunnhuber Krane GmbH beschäftigt an den Standorten Augsburg, Berlin, Rostock und Dessau je nach Quelle zwischen 140 und 150 Mitarbeiter. Im Mai hatte der Freudenberg-Konzern die Vliesproduktion am Standort Augsburg eingestellt, davon waren rund 120 Mitarbeiter betroffen. (Verwendete Quellen: augsburger-allgemeine.de, brunnhuber.de, Broschüre zum 125. Geburtstag der Brunnhuber Krane GmbH)