Mehrmals standen Maren Kroymann und Anne Will bereits gemeinsam auf der Bühne, nun steht auch in Düsseldorf wieder ein gemeinsamer Abend an: Die Schauspielerin, Kabarettistin und Sängerin sowie die Journalistin und TV-Moderatorin werden am Freitag, 2. Oktober, 18 Uhr, im Hörsaal der MNR-Klinik der Uniklinik Düsseldorf lesen – aus dem Buch „Ich habe auch gelebt!“ –, dem Briefwechsel zwischen Astrid Lindgren und Louise Hartung (deutsche Sängerin, Sozialarbeiterin und Bildungspolitikerin). Der Erlös des Abends kommt der Krebspräventionsforschung zugute, konkret dem Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs.
Das Konsortium wurde 1996 von Rita Schmutzler gegründet, damals Direktorin des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs an der Uniklinik Köln. Es ist ein bundesweiter Verbund von 25 universitären Zentren und gilt seither als maßgebliche Instanz für genetische Beratung, Früherkennung und Prävention erblich bedingter Krebserkrankungen im deutschsprachigen Raum. Die Zentren beraten Frauen aus Risikofamilien, analysieren bekannte Risikogene und bieten risikoangepasste Vorsorge- und Präventionsmaßnahmen an. Gefördert wird das Konsortium von der Deutschen Krebshilfe.
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Bei bis zu 30 Prozent aller Betroffenen besteht eine familiäre Häufung – das heißt, mehrere Mitglieder einer Familie erkranken. In rund zehn Prozent der Fälle liegt eine angeborene Genmutation zugrunde, am häufigsten in den sogenannten Hochrisikogenen BRCA1 und BRCA2.
2013 machte Hollywood-Schauspielerin Angelina Jolie bekannt, Trägerin einer BRCA1-Genmutation zu sein und sich vorsorglich die Brüste entfernen lassen zu haben. Damit machte sie die Genmutation und die damit verbundenen Gefahren der breiten Öffentlichkeit bekannt.
So haben Trägerinnen einer BRCA1-Mutation ein sogenanntes Lebenszeitrisiko von bis zu 65 Prozent für Brustkrebs und bis zu 55 Prozent für Eierstockkrebs. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 7300 Frauen an Eierstockkrebs, bei etwa jeder Vierten ist die Erkrankung erblich bedingt.
Tickets für die Veranstaltung an der Uniklinik Düsseldorf kosten 40 Euro, ermäßigt 35 Euro, und sind erhältlich unter literatur.im.hoersaal@web.de.